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REVIEWS>
Christian Rode ergänzt seinen CD-Review beim Prog-Lexikon "BabyBlaue-Seiten.de"
, nachdem er die LP-Version getestet hat: "Vinyl-Fans haben es besser. Mit der Veröffentlichung von Live Ghosts endlich auch auf Do-LP kommen auch die zu ihrem Recht, die möglicherweise gemeckert hatten, weil die CD nur so „kurz“ war. Denn die Do-LP enthält auf der vierten Seite drei Stücke, die auf der CD nicht zu hören sind! Es handelt sich dabei um einen Mitschnitt des Auftritts vom 21. August 2008 in Siegen im Rock-Club „Belle Epoque“.
Die Stücke atmen die gleiche geile Atmosphäre, die ich bereits in meiner Rezi zur CD-Ausgabe beschrieben habe. Besondere Aufmerksamkeit dürfen hier die Drums genießen, denn Schlagzeuger Christian Jäger spielte hier zum erstenmal Live sein „weißes '75er mit 24'' Bassdrum“ und war wie auf dem Album zu lesen „total angekickt von dem Sound“. Apropos Sound: Die Aufnahme des Belle-Epoque-Mitschnitts geschah mit nur zwei Mikros, und wirkt dadurch sehr natürlich und ist zugleich doch von guter Qualität.
Und weil die Musik von Space Debris eben kein Kunstprodukt ist, sondern das pralle Leben, ist hier auch mal ausnahmsweise tatsächlich mehr mehr und damit – egal ob Vinyl-Fan oder nicht - die LP der CD vorzuziehen!
Jochen König vom "Musikreviews.de"
vergibt 12 von 15 Punkten: "„Live Ghosts“, das fünfte Album von SPACE DEBRIS, die sechste Veröffentlichung, wenn man die Burg Herzberg-DVD mit einrechnet, ist alles andere als ein typischer Konzert-Mitschnitt. Denn hier wird kein kurzer Abriss der Bandhistorie in seiner lebhaftesten Form geboten. Bis auf „Love Weibrator“ und „Mountain Rising“, die erste Inkarnationen auf dem Burg Herzberg-Festival erlebten, sind die restlichen sieben Stücke bei Auftritten in Weinheim und Darmstadt Neueinspielungen, bzw. Improvisationen. „No overdubs“ verkündet das Booklet. Die scheinen auch nicht nötig, so aufeinander abgestimmt, spielfreudig und sicher präsentiert sich die Band aus dem Odenwald. Nun sind sie ja erfahrene Hasen, die mit ihrer zwischen Krautrock, Psychedelic, Progressive-, Jam- und Hardrock pendelnden Musik seit über 15 Jahren unterwegs sind, aber etwas ist schon besonders an „Live Ghosts“.
Präsentiert doch die Homepage die vier Musiker als SPACE DEBRIS „MKII“, ein ironischer Verweis auf die vielleicht beste, zumindest aber wegweisende, DEEP PURPLE Besetzung.
Keyboarder Tom Kunkel, des Tourens müde, hat zum Bedauern seiner Mitmusiker, aus freien Stücken die Gruppe verlassen. Seinen Platz nimmt Winnie Rimbach-Sator ein, der bereits bei den TREACLE PEOPLE, der KARMIC SOCIETY und den nicht minder exzellenten OBSKURIA an den Tasten saß. Bei ihm von einem Ersatz zu sprechen wäre maßlos untertrieben. Rimbach-Sator passt sich wunderbar ins Bandgefüge ein und erweitert den SPACE DEBRIS-Sound um reizvolle Nuancen. Seien es DOORS-Anklänge, oder jazzige Piano-Phrasierungen, die wie selbstverständlich Einzug halten. Auch im direkten Zusammenspiel mit Gitarrist Tommy Gorny („Transmigration“) zeigt sich seine Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Den gewohnt souveränen Rückhalt gibt die starke Rhythmusfraktion mit Bassist Peter Brettel und Drummer Christian Jäger.
So ist „Live Ghosts“ eine musikalisch und klanglich stimmige Angelegenheit. Die instrumentalen Songs zeigen sich kompakter als auf den vorherigen Alben (so weit man bei Längen von knapp fünf bis elf Minuten von „kompakt“ sprechen kann) und das steht SPACE DEBRIS gut zu Gesicht. Rhythmisch komplex und von treibender melodischer Kraft überzeugt „Live Ghosts“ auf ganzer Linie. Wohlgeraten sind auch wieder die musikalischen Reminiszenzen (DEEP PURPLE - „Transmigration“, PINK FLOYD – „Omnitron“, etc.), die spielerisch und unaufdringlich eingebaut werden.
FAZIT: Mit neuem Keyboarder live eingespielt, ist SPACE DEBRIS’ aktuelles Album die gelungene Fortführung und Erweiterung des eigenen Sounds.
Neun kraftvolle Stücke die sich in der Rock- und Jazzgeschichte wohlfühlen, ohne zu einer bloßen Retroschau zu verkommen.
Die Eckpfeiler mögen Progressive-, Jam-, Psychedelic, Hard- und Jazzrock sein, doch SPACE DEBRIS brauen daraus ihren eigenen, homogenen Saft,
der auch (oder gerade?) heute äußerst bekömmlich ist. Eine Diskographie ohne Aussetzer, eine hörbare Weiterentwicklung – wir dürfen auf die Zukunft gespannt sein."
Das Print-Magazin "Progressive Newsletter"schreibt:
"Musik, die spontan aus dem Augenblick heraus entsteht. Dies ist das simple, aber überaus effektvolle Konzept, mit dem Space Debris seit vielen Jahren zusammenspielen. Ganz so simpel ist die ganze Sache natürlich nicht, denn das Quartett hat mittlerweile ein solch innerliches Verständnis untereinander für sich gefunden, dass ihre ausufernden Jams, die deutlich von den 70ern in all seinen Rockschattierungen beeinflusst sind, einer eigenen Logik folgen und oftmals wie komplett durchkomponierte Songs mit entsprechendem Spannungsaufbau klingen.
Das Faszinierende dabei ist, dass die Vier ein recht breites spielerisches Repertoire abdecken, welches von energiegeladenem Rock / Hard Rock, gefühlvollem Blues, bis hin zu Jazz Rock, Space und Krautrock reicht und trotz sehr viel Atmosphäre und klanglicher Authentizität, natürlich in erster Linie von den spontanen, solistischen Einflüssen lebt. Abwechselnd erhalten die Solisten Raum für ihre improvisativen Ausgestaltungen. Die Orgel ächzt, die Synthies quietschen, die Gitarre jault und kreischt, alles zusammengehalten von einer groovigen, aber stets sehr tighten Rhythmustruppe.
Entstanden die Vorgängeralben zum Teil als Zusammenstellung aus Mitschnitten von diversen Sessions im Proberaum, so ist „Live ghosts“ im wahrsten Sinne des Wortes ein Livealbum, da es bei zwei Auftritten in Weinheim und Darmstadt im Juni letzten Jahres entstand.
Und irgendwie scheint der Auftritt vor Publikum die Band nochmals zu beflügeln, da man eben sofort Reaktionen zum Gespielten erhält, die Interaktion möglich ist. Ein Improvisationsalbum, das einmal mehr richtig Laune macht."
(Kristian Selm)
In der WOODSTOCK-EXTRA-Ausgabe des Rockmagazins Eclipsed Juni 2009 ist die Platte unter den 20 "Top-Alben/Highlights der aktuellen Ausgabe": "Space Debris haben sich mittlerweile fest in der Jam/Psych-Szene etabliert. Nach vier Studiowerken liegt nun ihr zweites Livealbum vor. "Live Ghosts" wurde an zwei aufeinander folgenden Tagen im Juni
2008 eingespielt und könnte die Geister von Grateful Dead oder 13th Floor Elevators erwecken. Auf neun Tracks, die überraschenderweise gar nicht mal so lang gerieten - lediglich
"Science Fiction Is Today" überschreitet die 10-Minuten-Marke - und daher auch nicht unbedingt Jamrock-Charakter afweisen, spielten sich Space Debris tief hinein in den Sound der frühen 70er: Duette und Duelle zwischen Orgeln und Gitarren
prägen den Sound. Beiden Instrumenten wurden Platz zur vollen freien Entfaltung gegeben und die Musiker nutzen ihn. Die Soli sind durchweg erstaunlich. Winnie Rimbach-Sator hat Tom Kunkel am Keyboard abgelöst. Dessen fette Hammondorgel fehlt nun, doch auch Rimbach-Sator setzt auf
alt klingendes Equipment - und gelegentlich aufs Piano. "Live Ghosts" ist Spielfreude pur und macht beim Zuhören richtig Spaß." (Bernd Sievers, Wertung: "Souverän") Auf dem Heftsampler ist der Song "Solarization" mit dem Kommentar: "SD celebrieren einen famosen 70er-Jahre Retrosound, lassen weder Orgelsolo noch Gitarre-Freakouts aus. Alles hinterlegt mit jazzrockigen
Ryhtmusstrukturen und ebensolchen Pianopassagen" (Marcus Wicker)
Das Rockmagazin GOOD TIMES schreibt in seiner 100. Ausgabe 3/2009: "Space Debris haben bislang fünf Alben
veröffentlicht, die alle in der Krautrock-Tradition der frühen Siebziger standen. Mit einem neu hinzugekommenen Organisten führen Sie Ihren
musikalischen Ansatz fort, der in Improvisations-orientierter Musik liegt, bei der besonders Gitarre und Orgel eine tragende Rolle einnehmen.
Siebziger Rock ("Love Weibrator"), dynamischer Jazz/Fusion ("Latrino Mortadella"), Space Rock mit einem Hauch Hawkwinds ("Dance Of The Holy Orbit")
und Tracks mit langen Parts, die an Tangerine Dream oder die Cosmic Jokers erinnern ("Solarization", "Electric Eagle"), werden im Kontext freier
Passagen gebracht. Dynamische Einspielungen, ein lebendiger Livesound und ausgefallene Ideen vereinen Tradition mit der Moderne." (Alan Tepper)
Uli Heiser von "Rocktimes" schreibt: "Space Debris legen mit "Live Ghosts" ihr sechstes Album auf. Wie der Name bereits vermuten lässt, sind die Stücke live und stammen zu einem Teil von dem Auftritt am 27. August 2008 im Cafe Central in Weinheim (1, 2, 3 und 7), die anderen Tracks aus der Öttinger Villa in Darmstadt am 26. August 2008. Dass bei den Shows sicher mächtig Stimmung herrschte, nehme ich an, wenn ich meine Review zur Herzberg-DVD Revue passieren lasse. Da hat sich sicher nichts verändert.
Wohl geändert ist aber das Line-up. Statt Tom Kunkel sitzt und steht nun Winnie Rimbach-Sator an den Tasten und der eröffnet auch die Platte mit "Solarization", bis Drums, Bass und Gitarre regelrecht einfallen. Und gleich befinden wir uns inmitten einer dichten Symbiose aus instrumentalem Jam und dadurch erzeugter genreübergreifender Reise durch Krautrock- und Psychedelic-Welten. Groovig und rhythmisch schließt sich der "Love Weibrator" (!) an und begeistert durch leicht fusionmäßige Klänge. Melodisch und packend stürmt das Stück nach vorne, aufgepeppt durch Breaks, die jedem Instrument auch Raum für Eigenes lassen. Überhaupt kredenzen Space Debris eine gelungene und spannende Mischung aus jazzigen und rockigen Anleihen, aus denen sie eine eigene Mischung kreieren.
Winnie Rimbach-Sator, den gewissenhafte RockTimes-Leser sicher aus den Reviews zu
Karmic Society, Obskuria und den Treacle People kennen, hat sich vorzüglich ins Bandgefüge integriert und setzt hier und da neue Akzente. Die Stellung der Keys ist schließlich eine omnipräsente in dieser Band. Ob nun rollender Blues Rock ("Transmigration") oder Fusion ("Latrina Mortadella" mit diesen Dialogen zwischen Gitarre und Orgel und den unbarmherzig shuffelnden Bass- und Drums-Rhythmen, "Dance Of The Holy Orbit", bei dem die ansonsten rein instrumentalen Kompositionen von Nossi-mäßigen "Gamma Ray"-Wortfetzen aufgepeppt ist) - immer flirren und schwirren die Tasten durch das musikalische Geschehen.
"Electric Eagle" startet gar etwas experimentell, schwenkt aber bald um und mutiert zu einer affenstarken Wah Wah-dominierten Gänsehaut-Orgie. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Band aus allen Eskapaden und Ausbrüchen stets zu höchst melodischen Spuren zurückfindet. Und die Zitate: "Omnitron" lässt an Pink Floyd denken. Allerdings roher und ungeschliffener, um nicht krautig zu sagen. Toll die Dynamiksprünge von lauter, verzerrter Gitarre zu ganz subtilen Wah Wah-Licks die lediglich von dezenten Drums und Tieffrequentem begleitet werden. Da schwingt ganz viel altes Kraut mit und bei Minute 4:30 wird's extrem, denn da meine ich mich selbst zu hören. Mitte der Siebziger spielte ich in einer Band und unser "Little Paxin Blues" (das ich diesen Namen einmal hier schreiben würde…) war ähnlich aufgebaut. Ein Beweis, wie sehr Space Debris den Puls der alten Zeit am Leben halten.
Oder "Mountain Rising" - um auf ein andere Zitat zu kommen - startet Hendrix-alike; eine starke Blues Rock-Nummer. Die Orgel rollt wieder, die Drum Sticks auch und die Gitarre dominiert den Heavy Blues. Das Mittelteil lässt den Schweiß vom anständigem Mitbangen perlen.
Instrumentenwechsel im ersten Part von "Sience Fiction Is Today". Hier übernimmt Peter Brettel die Gitarrenarbeit und Tommy den Bass. Wunderbar die Details, etwa ein angeschlagenes Percussionteil hier, ein cleaner Akkord dort. Alles im Gesamtkontext einer Übernummer, die ohne Ende groovt und nichts vor sich im Weg liegend duldet. Rhythmisch gibt es stellenweise geiles Jamming und ja, die ein oder andere Passage könnte durchaus von Grateful Dead stammen.
Space Debris haben, wie nicht anders erwartet, auch mit "Live Ghosts" wieder ein starkes Stück Musik abgeliefert. Die Aufnahmen sind live, könnten aber jederzeit als sorgfältig produzierte Studioscheibe durchgehen.
Ganz stark!"
Volkmar Mantei von "Ragazzi-Music.de" schreibt über unsere neue CD:
"Die Weltraum-Trümmer (Space Debris) haben seit nicht ganz einem Jahr mit Winnie Rimbach-Sator einen neuen Keyboarder, der den Sound der Band entscheidend verändert. War Tom Kunkel DER Deep Purple Fan und John Lord Tastatieure, so zeigt der neue Organist eher eine Vorliebe für jazzige und spacig-sphärische Sounds. Tommy Gorny (g), Peter Brettel (b) und Christian Jäger (dr) bleiben von der neuen Position nicht unbeeindruckt und lassen sich auf das Abenteuer ein, was dem Bandsound eine enorme Erfrischung und, gerade was die jazzigen Sound betrifft, Vitalisierung bringt. Gewiss zeigt die Band sich nicht komplett erneuert, ist die Basis, wie die Band ganz unerschrocken auf ihrer Webseite meint, von Pink Floyd, Birth Control, King Crimson, Can, Deep Purple, Santana sowie guten alten Vinylplatten Ende der Sechziger Anfang der Siebziger geprägt. Deep Purple ist immer noch als Vorbild stark auszumachen, vor allem im Gitarrenspiel Tommy Gornys. Aber der Bandsound verwebt sich intensiver im starken Einflussfeld Rimbach-Sators.
Ambiente Partien, jazzdisharmonische Fusionstrecken, verspielte Improvisationslust sind mehr zu hören als fette Hardrockschleifen. Das Quartett dehnt seine Songs improvisativ aus. Deutlich zu hören, wie viel Spaß sie dabei hatten, sich auf das Experiment einzulassen. Zwar kehrt der Vierer nach Powerstrecken immer wieder zu den ursprünglichen Strukturen der Songs zurück, aber nur, um neuen Anlauf zu nehmen und ein neues Monstersolo oder weitere Abstraktion zu wagen.
Im melodischen Mittelpunkt steht "der Neue", ganz klar, Tommy Gorny hat zwar angenehm viele Soli, aber längst nicht so viele Minuten. Das baut die gewohnt saftige Härte der Band jedoch nicht ab, sondern gibt ihr ein weitaus experimentelleres Gesicht als zuvor. Und ich muss sagen: das kommt ungemein gut!
Mancher der 9 Songs, gespielt an zwei aufeinander folgenden Abenden im Juni 2008 im vom vorpommerschen Bodden aus betrachtet deutschen Süden (:), hat nur noch seine Kompositionshülle, der Rest ist improvisativ aufgefüllt. Space Debris klingen verinnerlicht, wie in Trance, gut, dass sie die Liveaufnahmen auf CD und nicht DVD veröffentlicht haben. Augen zu, Ohren auf, Beine ausstrecken und genießen könnte die Platte heißen. "Live Ghosts" ist kein minder guter Titel, beweist er doch, das da mehr war als die Band, die Instrumente, die Technik, das Publikum: Magie!"
Christian Rode von den BabyBlauen-Prog-Seiten vergibt ebenfalls 12 von 15 Punkten:
"Man könnte ja meinen, dass es bei Musikern wie denen von Space Debris
gleichgültig ist, ob sie live oder im Studio musizieren, da ja ohnehin
gejammt wird, was das Zeug hält. Aber mein Eindruck ist der, dass die
Band live vor Publikum einfach noch einen Kick mehr Inspiration bringt,
noch mehr Power und Spielfreude auf die Bühne bringt.
Von der Aufstellung her hat es ein wenig Umbesetzung und Verstärkung
gegeben. Tommy Gorny kann sich jetzt ganz auf die Gitarre konzentrieren,
weil Peter Brettel jetzt komplett am Bass eingestiegen ist. Und Winnie
Rimbach-Sator (Treacle People, Karmic Society) ersetzt den langjährigen
Keyboarder Tom Kunkel. Konstanter Faktor neben Tommy Gorny bleibt der
vielseitige Schlagzeuger Christian Jäger. Gegenüber dem Live-Dokument
Into the Sun, das zwei Jahre zuvor auf dem Burg Herzberg -- Festival
aufgenommen worden war spielen Space Debris hier also gewissermaßen in
"großer Besetzung".
Bei Live Ghosts sind zwei Konzertauszüge miteinander verwoben. Die
ersten drei Stücke und Omnitron wurden am 27. Juni 2008 in Weinheim im
Cafe Central aufgenommen, die übrigen Stücke am Tag zuvor in Darmstadt
in der Öttinger Villa. Ich kenne beide Lokalitäten nicht. Die Öttinger
Villa scheint ein (einst? umkämpftes) Jugendzentrum zu sein. Die intime
Atmosphäre, wie sie z.T. im Booklet der CD abgebildet ist, dürfte
jedenfalls den Auftritten zupass gekommen sein.
Musikalisch bieten die knapp 65 Minuten Live-Zusammenschnitt das volle
Programm. Space Debris gehen dabei wieder einmal mächtig "back to the
roots"! Es wird auf Teufel komm raus gejammt. Wobei die Jams keinen
irgendwie unfertigen oder besonders experimentellen Eindruck machen. Im
Gegenteil, es entstehen durchaus songähnliche Strukturen mit
reichhaltigen Soli. Die "Jungs" -- auch in neuer Besetzung -- sind
einfach traumhaft aufeinander eingespielt.
Da kann dann auch schon mal ein Hardrockriff in einen treibenden
Latinorythmus "fetzen" und es klingt doch wunderbar organisch als müsste
es so sein. Zurück zu den Wurzeln heißt auch, die Vorliebe für
Alt-Meister wie Jimi Hendrix oder Carlos Santana anklingen zu lassen.
Und das alles in einer meist geradezu jazzrockigen Beschwingtheit,
manchmal jedoch auch leicht spacigen Relaxtheit. Der Freund von
Vintage-Klängen wird sich neben satten Rock-Gitarren, Hammond- und
Synthie-Sounds auch über gelegentliche Deja-vu-Erlebnisse freuen, wenn
die Band mehr oder weniger bekannte Riffs und Melodieexzerpte in ihr
Soundgeflecht einfließen lässt.
Mit dieser Live-Scheibe ist Space Debris mal wieder ein echtes
Wohlfühlalbum gelungen. Zwischen seeliger Erinnerung und
spannungsgeladener Improvisation haben Space Debris einmal mehr ihre
Nische ausgemessen. Meckern könnte man höchstens über die für ein
Live-Album relativ "kurze" Spielzeit. Aber die Zusammenstellung wirkt
dermaßen rund, dass man sich am Ende nur mit "Breitklang"-Grinsen
zurücklehnt und einfach auf die Dauerrepeat-Taste der Fernbedienung
drückt..."
Michi v. "Musikzirkusforum" schreibt(Bewertung: 9/10 ):"
Die Jamtruppe aus dem Odenwald ist nicht aufzuhalten, hier liegt nun schon ihre sechste Veröffentlichung vor. Da mit Peter Brettel nun ein fester Bassist integriert ist gewinnt die Musik noch einmal deutlich an Kraft und ermöglicht Tommy Gorny, sich ganz auf seine Gitarre zu konzentrieren. Des weiteren hat ein Besetzungswechsel an den Tasten stattgefunden, was sich jedoch in keiner Weise negativ aufs Gesamtbild auswirkt. An Stelle von Tom Kunkel greift nun Winnie Rimbach Sator (Karmic Society, Treacle People, Obskuria) in die Tasten, der mit sphärischen Synthiespielerein und jazzigen Pianophrasierungen überzeugt. Auch Christian Jäger glänzt wie gewohnt durch flexibles Schlagzeugspiel.
Einfallsreich und voller Spielfreude prästentieren sie sich auf Ihrem zweiten Livealbum, das hervorragend gemastert wurde und somit durch Dynamik und druckvolle, funkige Bässe besticht, was ich bei vielen anderen Produktionen der heutigen Zeit oftmals vermisse. Die ersten drei Tracks sowie der Siebte wurden am 27.06.08 im Cafe Central in Weinheim aufgenommen, die übrigen Aufnahmen stammen aus der Öttinger Villa in Darmstadt vom 27.06.08
Die Musiker haben sich von jedem Ihrer hervorragenden Alben stetig weiterentwickelt und beschreiten konsequent ihren Weg abseits des Kommerziellen. Natürlich gibt es wieder eine gebalte Ladung aufregender Improvisationen im Stil des guten alten Krautrocks der frühen 70er Jahre ohne diesen zu kopieren, diesmal sind die Stücke jedoch etwas kompakter gehalten, aber sehr abwechslungsreich.
"Solarization" Kosmische Klangmalerein leiten ein und bald geht es mächtig ab. Eine scharfkantige Gitarre sägt sich förmlich duch den groovigen Rhytmus und auch die Keyboards flirren schön auf.
"Love Weibrator" Ein sehr rhytmisch beginnendes Stück, das mit einem fetzigen Hardrockriff überrascht, im Mittelteil gibts erst ein Gitarren- und anschließend ein Keyboardsolo.
"Transmigration" kommt bluesig schleppend mit jaulender Gitarre daher.
"Latrino Mortadella" beginnt mit blubberndem Synthesizer und eindringlichen Keyboardklängen, dynamisch setzt die Rhytmustruppe ein und man begibt in jazzige Gefilde. Im Mittelteil schieben sich Keyboards und Gitarre gegenseitig die Bälle zu.
"Dance Of The Holy Orbit" bietet feinsten Spacerock mit verschrobenen Synthieklängen und wilder Wah-Wah-Gitarre.
"Electric Eagle" Anfangs fließen sphärische Klänge in eine verträumte Melodie, bevor das gefühlvolle Gitarrenspiel einsetzt.
"Omnitron" besticht durch ein floydig inspiriertes Intro, die eindringliche Gitarre und sehnsüchtige Pianoklänge.
"Mountain Rising" basiert auf einem feurigen Gitarrenriff und wabernder Orgel, während im Mittelteil eine wilde Soloorgie zeleberiert wird.
"Science Fiction Is Today" wird dominiert von einer abgefahrenen Gitarre im ersten Teil, gespielt von Peter Brettel ehe es zunehmend perkussiv zur Sache geht.
Ein höchst empfehlenswertes Album. "
"Rock-Board-Internet-Forum"
"Newcomer sind diese Odenwälder sicher nicht. Weder von ihren bisherigen Veröffentlichungen her (da gibt es einige), noch von der Art Musik her, die sie spielen. Aber ein Geheimtipp sind sie noch allemal, auch wenn sie schon mal beim Burg Herzberg - Festival aufgetreten sind.
Space Debris spielen auf Live Ghosts, bestehend aus zwei Live-Mitschnitten aus dem Jahr 2008, das, was sie immer machen: einen weitgehend instrumentalen, psychedelischen Krautrock in der Besetzung Gitarre, Bass, Drums und Keyboards, der so klingt, als wären die Aufnahmen in den frühen 70ern entstanden.
Space Debris haben dabei die Eigenart, dass sie ihre Songs improvisieren, egal ob es sich um Studio-Alben oder um Live-Aufnahmen handelt. Mittlerweile ist die Band so gut aufeinander eingespielt, dass man nie den Eindruck hat, dass es irgendwo hängen würde. Es kommt alles absolut flüssig und mitreißend rüber. Sagenhaft! "
Amazon-Bewertung vom Mai 2009, die man gerne liest, von "Deep Rock": "Es ist noch nicht lange her , da erschien ihr Mammut-Album "Elephant Moon" . Aber die musikalischen Inspirationen der Band sprudeln fleißig weiter . Was für ein Glück !
Wie kann man die Musik beschreiben ? Es wird spacig , psychedelisch , krautig , jazzig und rockig gejammt . Muß man einfach hören und wenn möglich "LIVE" erleben . Christian Jäger (Drums) , Tommy Gorny (Gitarre) und neu dabei Peter Brettel (Bass) und Winni Rimbach-Sator (Keyboards) sind wirklich klasse . Durfte die Band "LIVE" in Halle erleben , man verliert sich in der Musik .
Tolle Jungs , tolle Klänge , tolle CD.....Kaufen!!! "(5 von 5 Sternen)
Bernd Sievers vergleicht uns im neuen "ECLIPSED-Rockmagazin 6/08" u.a. mit ´Weather Report´ und vergibt 8 von 10 Punkten: "Das Album trägt im Titel wie auf dem Cover einen Dickhäuter, und tatsächlich muß man es als Mammutwerk bezeichnen. Und zwar nicht nur wegen seiner über zweieinhalbstündigen Spielzeit.
Das Trio Christian Jäger (Drums), Tommy Gorny (Gitarre) und Tom Kunkel (Keyboards) hat Zuwachs bekommen: Peter Brettels Bass tut dem Gesamtsound hörbar gut.
Schon der 21-minütige Opener "Free Spirits" zeigt alle Facetten der Formation: perlende Gitarrenarpeggios, funkige Bässe und verschwurbelte Synthies, bevor flotte Rythmen,
clevere Gitarrenriffs und eine fette Schweineorgel den Track in einen Bastard aus Jazzrock und
Space-Psycheledic verwandeln. Bemerkenswert, wie die Band immer wieder neue Sounds kreiert. "Heliopolis" endet nach einem Bass-Piano-Duett in einem
großen Artrock-Finale. "Black Viking" beginnt mit wuchtigen Rockriffs, um zwischendrin mit Polyrythmen zu begeistern. "Medicine Men" fährt wilde
Gitarren- und Orgelsoli auf, "Später kommt Peter" ist ein Boogie mit Augenzwinkern und "Return Of Voyager" eine Hommage an Floyds "Julia Dream" bzw.
"Circus Mirror". Das sind nur einige Beispiele für die Vielfalt von Space Debris."
Das Rockmagazin "GOOD-TIMES" schreibt: "Bei einer Band wie den Krautrockern Space Debris macht das Vinylformat eindeutig Sinn, den die analog ausgerichtete Musik klingt auf Platte organischer und runder.
Das soll nicht heißen, dass die Doppel-CD (+ 3 Bonustracks) abfällt, da die Musiker sehr sorgfältig beim Mastering waren, um einen möglichst natürlichen Sound zu gewährleisten. Space Debris haben sich dem Jam-Krautrock
der frühen Siebziger verschrieben, bei dem scheinbar alles möglich war - Jazz, Ethno, Rock, Blues und Avantgarde, und das bringen sie auch mit einer
hohen Authentizität. Das Trio ignoriert aktuelle Trends und konzentriert sich lieber auf Feeling und Ausdruck. So bieten die teils sehr langen Nummern (oft weit über 10 Minuten) hoch individuelle "Irrungen und Wirrungen", die den Hörer verführen, neugierig machen, und in eine ganz andere Dimension "abfahren" lassen.
besonders das intensive Zusammenspiel verdeutlicht die Essenz der Musik, nämlich Offenheit, die Fähigkeit , aufeinander eingehen zu können, und das sich loslösen von konventionellen Songstrukturen.
Auch wenn hier und da mal Vorbilder wie Pink Floyd, Love Sculpture, Can oder Brian Auger + His Trinity durchschimmern, sind es keine Kopien, sondern fortgeführte Ideen, inspiriert umgesetzt. Die Jungens mögen das, was sie machen - und das ist wohl der wichtigste Ausgangspunkt, um einen nachhaltigen Einfluss auf eine von Oberflächlichkeiten geprägte Musikszene zu haben." (Alan Tepper/Good Times 4/2008)
die Vinyl-Fachleute vom "www.dualboard.de"
Dual-Forum beurteilen die Qualität unseres Vinyls als perfekt: "Das Dreifach-Vinyl ist tadellos gefertigt, plan, ohne störende Nebengeräusche und ansprechend im zweimal aufklappbaren Gatefold verpackt. Zum Klang: weder audiophil verkünstelt, noch zu tode komprimiert. Es gibt genug Dynamik,
tonale Ausgewogenheit und Authentizität - es klingt "echt". Alles in allem so wie es sein soll -> perfekt! Musikalisch besetzen die Jungs aus dem Odenwald die Lücke zwischen Kraut-, Jazz- und Classic-Rock und verzichten dabei meistens auf Gesang. CAN kommen mir da in den Sinn, vielleicht auch die "Solar Music" von Grobschnitt, auf jeden Fall aber Deep Durple. Und so darf sich ein Titel treffenderweise "Space Debris Truckin' " nennen, womit der Stil hinreichend beschrieben wäre.
Entscheidend ist aber, daß die Jungs ausgezeichnete Musiker (man achte bspw. in einem beliebigen Titel nur auf den Drummer!) und Teamplayer sind. Es gelingt ihnen mit überwältigender Spielfreude, den Hörer 130 Minuten lang spannend zu unterhalten.
"
Das Print-Magazin "Progressive Newsletter"schreibt:
"Über 153 Minuten auf Doppel CD oder knapp 2 Stunden auf 3er LP - Space Debris geben auf „Elephant Moon“ alles. Noch immer wird instrumental improvisiert und gejammt, was
das Zeug hält bzw. die Instrumente hergeben und das freie Spiel lässt einiges an spannenden Interaktionen entstehen. Dabei ist „Elephant Moon“ das bisher
vielleicht stilistisch vielseitigste Album des Trios. So dominieren zwar immer noch langgedehnte Krautrock / Psychedelic Epen mit jeder Menge Schweineorgel und dröhnenden 70s Riff, doch dazwischen finden sich zur Auflockerung sowohl kurze Rock-/ Shufflenummern, wie das Zusammenspiel zwischenzeitlich ebenfalls mal an die Mid 70er Phase von Santana erinnert (z.B. der ekstatische Schlusspart von „Free spirits“) oder bis hin zu Jazz Rock bzw. kürzeren, recht schrägen Experimenten reicht.
Logischerweise kann natürlich bei solch einer massiven Menge an Musik nicht jede Idee, nicht jedes spontane Miteinander das gleich hohe Niveau erreichen,
doch wirkliche Durchhänger bzw. zu sperriges Material gibt es trotz der langen Laufzeit dennoch keine(s) zu vermelden. Das homogene Spiel, der stete
musikalische Fluss, sowie das Einlassen auf die unterschiedlichen Einfälle, machen das Anhören dieses Albums zu einer sehr lebendigen Angelegenheit,
bei der man förmlich in die Musik hineingezogen wird und sich mehr und mehr fallen lassen kann. Hier wird offensichtlich, dass Space Debris mittlerweile
seit einiger Zeit miteinander spielen und somit ein fast blindes Verständnis untereinander herrscht. So wird das gesamte Album vom Zeitgeist der 70er
bzw. späten 60er durchweht und klingt wie ein überzeugendes posthumes Vermächtnis aus einer ganz anderen Epoche."
Kristian Selm(www.progressive-newsletter.de)
"Michi" vom "Musikzirkus-Forum"
hat folgenden Review geschrieben: "Ihr neues, mittlerweile fünftes Werk bietet über
153 Minuten verspielte, vielfältige Jams vom Feinsten, bei denen jeder der Musiker für Glanzmomente sorgt. Es wird ein breites Spektrum abgedeckt,
das von Space und Psychedelic bis hin zu Boogie und Jazzrock Elementen reicht. Da diesmal ein Bassist mit an Bord ist wirkt das ganze rhytmischer
und wuchtiger als auf ihren Vorgängern.
Die facettenreichen Tracks, die auch diesmal durch spontane Improvisationen entstanden sind, sind zum größten Teil instrumental gehalten und reichen
von kompakten 2 Minütern bis zu Mammutwerken, die die 21 Minuten Grenze überschreiten. Lediglich bei zwei Stücken sind Stimmen von Gästen zu hören.
Mal plätschert die Musik ruhig und spannungsaufbauend dahin, dann entlädt sie sich in wilden, ordentlich krachenden Soloorgien.
Der Tastenmann erzeugt mit verschrobenen Synthesizern einen spaceigen Klangkosmos und lässt die Orgel flirren und röhren wie in den guten alten Zeiten.
Die sphärische, effektvolle Gitarre überzeugt mit feurigen Rockriffs, krummen Wah-Wah Spielereien und messerscharfen Soli. Der Bass kommt flott und
druckvoll, teilweise sogar mit funkigen und jazzigen Läufen daher, während das abweschslungsreich gespielte Schlagzeug treibend, aber auch sehr
dynamische dahingroovt und somit für einen hypnotischen Drive sorgt.
Klangtechnisch ist diese Werk ebenfalls sehr gut gelungen. Neben der Doppel CD gibt es dieses Album auch als 3 LP Set. Ein sehr empfehleswertes
Album, meiner Meinung nach ihr bestes bisher. Einfach zum Abheben! " (9,5 von 10 Punkten)
Volkmar Mantei von "www.ragazzi-music.de" schreibt:
"Elephant Moon" beginnt mit dem 21:38 Minuten langen "Free Spirits". Ein bewegter, vital improvisativer Jazzrocker mit langen Läufen, der
schon mal die technische Begabung der Band zeigt, mehr noch von dem großen Ideenreichtum spricht, der dieses wie die 16 folgenden Stücke so interessant macht.
Lange Tracks überwiegen auf "Elephant Moon", diese sind die interessantesten Stücke, weil in ihnen am meisten "passiert". Ausgedehnte Improvisationen von Tommy Gorny und Tom Kunkel auf der virtuosen, differenzierten Basis des dynamischen Schlagzeugspiels von Christian Jäger mit Unterstützung Peter Brettels, der melodische, funky angesägte Bassläufe spielt, was den ausgedehnten Tracks eine vitale, knackige Note gibt, bestimmen die melodische Fülle der erstaunlich dichten und trotz der Songlängen kompakten Arrangements. Genüsslich lässt die Band die Songs laufen, nimmt sich alle Zeit, die Motive mit Ideen zu füllen, nie gibt es Leerlauf oder langatmige Passagen. Erstaunlicher Weise sind gerade die langen Songs die mit den besseren, lebendigeren Ideen.
Nicht alles in der Musik von Space Debris ist Technik. Die handwerkliche Kunst ist Basis, die Idee der Band geht weiter: aus ihren Kompositionen alles
herauszuholen, nicht nur liedhafte Songs zu erschaffen, sondern intensive instrumentale Musik. Besonders ist das meiner Meinung nach mit "Free Spirits"
(21:38), "Japanese Girl" (7:37), "Return Of Voyager" (3:03), "Alien Äppler Party" (2:52) von CD1, der hellen Mondphase, und "Jazzvibe Explorers"
(11:03), "Space Debris Truckin'" (9:18), "Black Viking".(21:05) und "Ur Whales" (11:17) von CD2, der dunklen Mondphase gelungen. "Heliopolis" steht
dem nur wenig nach. Tom Kunkel hat ein großes Vorbild: Deep Purple, und da sicherlich Jon Lord. Das ist nicht nur in der Coverversion "Space Debris
Truckin"' zu hören, dort jedoch am deutlichsten. Tom Kunkel spielt jazzbetont, ohne dabei in verwandte Blueswelten einzusteigen. Nur partiell und
selten werden Space Debris bluesig. Die Unabhängigkeit von und das Springen zwischen herkömmlichen Stilen macht die Songs der Band einmal mehr
interessant. Progressive Rock, Psychedelic, Jazzrock, Hardrock, instrumental Lässiges und Wildes gehen Hand in Hand. Vielleicht ist der fabelhafte
Jazzanteil im dynamischen Rock etwas überwiegend, nicht jedoch in allen Stücken und nicht stetig.
Tommy Gorny bevorzugt einen rauen Ton, wenn er kurze Rocker spielt, in langen Tracks lässt er die Töne weit auslaufen oder er spielt ausgefeilte,
messerscharfe Soli. Hin und wieder kommt auch er in die Nähe zu Deep Purple, zu dessen einstigem Saitenwizzard Ritchie Blackmore, wenn dann
Christian Jäger auch noch wie Ian Paice trommelt, kommt ein nostalgisches Gefühl auf, das lange anhält und erst im nächsten Jazzmotiv abklingt.
Auf CD1 ist das komplette "Awakening" als Bonus enthalten, das als Rudiment bereits auf "Kraut Lok" zu hören war, und sich hier in seinen ganzen 10:50 Minuten Länge austoben kann. "Longo Ago" (12:45) und "Rockarola" (4:16) sind als Bonus auf CD2 enthalten. Ein dickes, fettes, rundes, vitales Werk voll knackiger, energischer, selbstbewusster Rockmusik hat die Truppe mit "Elephant Moon" veröffentlicht. Das Publikum reißt der Band die Scheiben süchtig aus der Hand, was gewiss nicht nur am witzigen Cover liegt.
"www.generated-x.de"schreibt:
"Wo ist eigentlich der Odenwald, wäre zunächst eine Frage, die mir beim Lesen der Bandinfo durch den Kopf schießt, denn daher stammt dieses mittlerweile auch nicht mehr ganz unbekannte Trio. Nur ich selbst muss mir wieder mal selbst eingestehen mich nie vorher mit der Band „Weltraum-Schrott“ (so die deutsche Übersetzung) beschäftigt zu haben, trotz so mancher „virtueller Stolpersteine“, da man ja doch recht häufig den Namen im Netz liest und sogar als Referenz bei musikalisch ähnlich gearteten Truppen findet. Woran das liegt? Tja, ich stecke meine Ohren halt immer tiefer in die Siebziger. Dennoch passt plötzlich diese aktuelle Band sehr gut in mein persönliches Konzept. Ihre Musik ist nämlich überdeutlich hörbar eben in dieser Dekade verwurzelt. Was daneben sehr auffällt ist eine generelle Vorliebe für Delay- und analoge Phasersound, groovige „Schweineorgeln“ und laaange Jamsessions. So verwundert auch kaum die Auslegung des aktuellen Albums „Elephant Moon“ auf gleich zwei randvolle Silberlinge.
Auf CD 1 dauert dann allein der erste Song schon 21 Minuten und bis zum Ende des vierten Tracks scheint man ein einzig langen spacig-psychedelischen Session beizuwohnen. Ich würde das als eine sehr angenehme Mischung aus Electric Orange und Oresund Space Collective bezeichnen. Zur Mitte der CD dann jedoch die Überraschung mit einem Texas Blues-mäßigen „Später kommt Peter“, auch wenn das noch mehr nach Hendrix als nach Vaughan klingt. Nun, irgendwo dazwischen findet man jedenfalls die Gitarre von Tommy Gorny, ein Name der wahrscheinlich nur „Spezialisten“ bekannt sein wird. Wie auch Tastenmann Tom Kunkel und Drummer Christian Jäger, ist dieser allerdings ein sehr versierter Musiker... Was man hier jedoch dazu sagen muss: die Mannen von Space Debris sind auch schon gut in den ihren Vierzigern. Da würde zumindest ich derartiges voraussetzen, sonst könnten sie auch wie alle anderen in dieser Altersklasse Rock-Standarts covern. Stattdessen halten sie die Fahne des psychedelischen Krautrock nach oben und überraschen aber mit dem Song „Winter“ noch ein weiteres Mal: endlich Gesang, wenn auch nur das kurze Vergnügen Sven Köthe hören zu dürfen. Der Song klingt für mich wie eine Mixtur aus späten Hendrix-Sachen und Atlantis. Die folgenden kurzen Nummer sind leider eher wenig „berauschend“, zu kurz, zu wenig Knack, eher Spielerei, bis dann der Bonustitel „Awaking“, ein eher ruhiger Jam, wieder etwas mehr bietet.
CD 2 starte mit der Nummer „Jazzvibe Explorers“ und hier ist der Name Programm, zumindest was das Orgelspiel angeht, schön schnuffig, klingt fast ein bisschen nach Helge Schneider ohne Comedy. Danach geht es wieder ab durch den Weltraum mit einer Prise Pink Floyd im Hinterkopf und wieder exzessiv bis die Schweißtropfen perlen. Ihr merkt: Freunde besonders ausgedehnter Titel kommen hiermit voll, und zwar wirklich VOLL, auf ihre Kosten. Selbst mein Review scheint sich an dieser Stelle ungewöhnlich lang auszudehnen ;-)...
Was ich an Space Debris nicht so hundertprozentig nachvollziehen kann ist die Liebäugelei mit Zappa. Jaja sie haben mal auf der Zappanale gespielt, dazu der vielleicht sogar gewollte Querverweis auf „Cosmik Debris“ und der Meister selbst, vielmehr sein überdimensionales Abbild, blinzelt ständig von ihren Livefotos im Booklet, aber letzten Endes eigentlich nicht vergleichbar. Irgendwie erinnert mich das sehr an die Polytoxicomane Philharmonie - sie könnten dennoch auch von der Musik, die sie machen, verwandt oder zumindest bekannt miteinander sein mit den Herrschaften.
Nun Fazit - Space Debris, Breitklang, Jam Musik, 70er Jahre – diese Hinweise sollten schon genügen um den Interessierten unter euch diese Band noch interessanter gemacht zu haben, riskiert ein Ohr, es tut hiermit keine Sekunde lang weh, im Gegenteil ihr werdet Belohnung finden ;-)!"
(Christian Peters)
Die Internet-Prog-Enzyklopädie "www.babyblaue-seiten.de" vergibt 12 von 15 Punkten: "Mit Elephant Moon holt das
Jamrock-Kollektiv Space Debris zum ultimativen Schlag aus. Mit 2,5 Stunden (Doppel-CD) bzw. 2 Stunden Spielzeit (Dreifach-LP) dürften für den Liebhaber dieser Musikrichtung eigentlich keine
Wünsche mehr offen bleiben. Die stilechte Form des Genusses wäre vermutlich die analoge per Vinyl. . (...) Besonders organisch kommen die ersten fünf Stücke der 1. CD rüber, die mit
Unterstützung von Peter Brettel eingespielt wurden. Die folgenden kurzen Stücke sind zwar auch nett, aber das Talent des Projekts kommt am besten dort zum Tragen, wo man ausgiebig und
ausdauernd in der Musik versinken kann. Hierzu bietet CD 2 wieder ausreichend Gelegenheit und beginnt mit Jazzvibe Explorers relativ ungewöhnlich, da dieses Stück den Hörer in die 60-er Jahre
zurückgleiten lässt und mit fetter, jazziger Hammond-Orgel Erinnerungen an Brian Auger oder Jimmy Smith weckt. Space Debris Truckin' lässt hingegen nicht nur vom Titel her an den Live-Kracher
aus dem Hause Purple denken, kann aber gleichwohl diese hohen Erwartungen nicht so ganz erfüllen. Trotzdem eine gute, solide, treibende Nummer. Man kann sich natürlich fragen, ob es wirklich
sinnvoll war, mit Elephant Moon eine Doppel-CD (resp. Dreifach-LP!) rauszubringen. Sicher, im Prinzip kann man sich als Fan diese Musik auch problemlos 25 Stunden am Stück reinpfeifen und
nicht „nur“ 2,5. Aber hätte es wirklich einer Doppel-CD bedurft? Mit dem gravitätisch swingenden 20-minütigen Rocker „Black Viking“ wird dann allerdings auch schon die Antwort gegeben: ja,
unbedingt! Dieses Stück hätte nicht fehlen dürfen. Und ebenso wenig das folgende rhythmisch hüpfende und explosive Ur Whales, bei dem u.a. auch eine Art „Walgesang an der Gitarre“ intoniert wird.
Sehr schön auch das Zwiegespräch von Gitarre und Orgel. Nein, es musste wirklich schon eine Doppel-CD sein.Mit Elephant Moon zeigen die Musiker von Space Debris wieder einmal, dass sie ihre
Musik leben. Und so dürfen alle Jamrockfans sich freuen, mit diesem extra langen Album weitere entspannte Stunden am Lagerfeuer bei Pilz, Weib und Gesang verbringen zu dürfen..." (Christian Rode)
Uli Heiser von "www.rocktimes.de"nimmt sich jeden einzelnen Song vor:"Wow! Solche Pakete sind selten: Doppel-CD und 3fach-LP; letztere mit schönem Aufklappcover und ja, man hat was in der Hand. Aller Bequemlichkeit und Handhabbarkeit zum Trotz - Vinyl war, ist und wird wohl auch in Zukunft für Musikliebhaber das Medium schlechthin sein. Zumindest ist das so für mich und auch im Bekanntenkreis finden sich mehr oder weniger Großbestände an LPs im Haushalt. Der erwähnten Bequemlichkeit wegen und auch um die Schätzchen zu schonen, dürfen sie allerdings nur zu 'besonderen Gelegenheiten' ihre Runden auf dem Plattenteller drehen. Zwei auf CD enthaltene Bonustracks sind für die reinen LP-Käufer als MP3 downloadbar. Wobei ich denke, dass die Fans der schwarzen Scheiben mit Download und MP3s eher weniger am Hut haben. Darum empfehle ich, neben der Analogausgabe gleich die Doppel-CD mitzuorderen. Man kann dann die kleinen Scheiben über die Woche hören und sonntags gibt es dann die 'Edel-Variante'. Klanglich sind beide Ausgaben über jeden Zweifel erhaben. Beim Umschalten von Marantz (digital) zu Thorens (analog) sind keine Schwächen auszumachen. Allein der Anblick der sich drehenden Langspielplatte sorgt für wohliges Befinden und irgendwie ist die analoge Technik doch die angenehmere. Jedoch ist die Musik Space Debris' nicht unbededingt geeignet, um mit spitzfindigen Ohren auszuloten, wo das berühmte Quentchen 'mehr' nun zu finden bzw. zu hören ist. Da spielt natürlich auch ein Stück persönlicher Vorliebe mit.
Mit dem Monstertrack "Free Spirit" geht die Reise los. Fette Hammond-Sounds, spaciger, krautiger Jam und dank Peter Brettel kommt der Bass stark und gibt dem Werk (so nenne ich das über zwanzigminütige Stück) eine gehörige Portion Dynamik. Psychedelische Spaceorgien wechseln out of the blue in einen äußerst groovigen Latino-Rhythmus. Melodisch und mit unbändigem Groove shuffelt sich die Nummer durch die Minuten und man meint, Carlos spielt sich die Seele aus dem Leib. Adäquat dazu die Percussion, für die Drummer Christian, neben seiner 'Hauptarbeit', per Roto-Tom und Kuhglocke sorgt. Hammerstark.
»Diese Musik ist entstanden wie in der Mondkultur:
Durch das freie Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte
und durch die Nutzung der Magie eines Moments.«
Mond- und Sonnenkultur (Stonehenge) werden im LP-Innenleben dem Interessierten etwas näher gebracht. »...das freie Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte...« ist auf die Musiker bzw. die Musik übertragbar, denn innerhalb des Ganzen mit dem Namen Space Debris gibt es die Teilmengen, bezeichnet mit den Namen der Musiker. Jeder spielt in seinem Bereich sein Instrument - solistisch und doch dem Bandkosmos untertan. Im Gruppengefüge am richtigen Platz und doch irgendwie auch losgelöst von den anderen. Was auf "Elephant Moon" mit höchster Präzison und absolut perfekt funktioniert, ist der Wechsel von A nach B. Schön zu hören in "Heliopolis". Aus einem wilden abgefahrenen Jam geht es hinüber zum rhythmisch pumpenden Part des Tracks. Bass und Drums bereiten eine schaukelnde Wiege, in der Saiten und Tasten ihrer spacigen Wege gehen. Nicht genug damit, denn in dem Stück gibt es noch einen dritten Stil, der an alte Progbands der Siebziger erinnert und melodisch brilliert, wie es besser kaum geht.
Mittlerweile hat der Rezensent das Vinyl in der Hülle und lauscht per Kopfhörer am Laptop unterm Sonnensegel und kann so alle Nuancen bis ins kleinste Detail hören, als da wären Synthesizerspielereien, feines Wah Wah-Geschrammel und die herrlichen Basseruptionen. Explodierende Gitarrensoli reißen einen immer wieder in die Realität zurück. Triefende, volle Orgeleinsätze schweben auf einem perkussiven Teppich, jazzige Jams wechseln sich ab mit gänsehhauterzeugenden Hammondpassagen. Hochmelodisch, monumental und mit wildem Getrommel nimmt uns der "Medicine Man" mit auf die Reise, während "Später kommt Peter" als astreiner Krautboogie mit tollem Gitarrenpart zu begeistern weiß. Funkig die Blues Rock-Nummer mit Sven Köthe am Mikro. Hypnotisch treibt "Return Of Voyager" durch den Space und die "Alien Äppler Party" lässt die "Raumschiff Orion"-Dancebar aussehen wie die Altenstube beim Tanztee.
"MoJoMe II" ist Rhythmus pur und schon kommt der Bonusteil des ersten Silberlings, "Awaking". Dieses Stück, welches sich auch auf der Vinyl-Ausgabe der 2005er "Kraut Lok" befindet, ist vom Aufbau her unbedingt in einem Atemzug mit Iron Butterflys "In-A-Gadda-Da-Vida" zu nennen. Schlagzeug und Orgel schaukeln sich hoch bis zum instrumentalen Orgasmus - und zwar ohne Kondom.
Schrieb ich in meiner Review zu Three »...knappe 50 Minuten ist für diese Art Musik aber wirklich unterstes Limit«, so ist das auf "Elephant Moon" Geschichte, denn nach den fast 80 Minuten auf CD 1, wandert nun der zweite Rundling in den Schacht. Manchmal kann es das Leben richtig gut mit einem meinen.
Analog zum Namen des Stückes, geht es musikalisch in den Jazz Rock. Ein leichter Swing liegt in der Luft und man snippt unweigerlich mit den Fingern, obwohl Christian und Tommy in bester
Radar Love-Tradition von dannen ziehen. Der jazzige Part bleibt in weiten Teilen der Hammond vorbehalten, wird aber im Verlauf der elf Minuten von der Band aufgenommen. "Space Debris Truckin'" treibt in enormem Tempo durch den Space, die Rhythmus-Abteilung reitet, einer außeriridschen Kavallerie gleich, über Stock und Stein, während Tommy und Tom aus der Deckung heraus ihre Salven ins All bollern. Im zweiten Teil des Songs wird mit psychedelischen 'Waffen' gekämpft.
Psychedelischer Blues Rock ist die wohl passende Beschreibung zu "Black Viking". In dichte, organische Basswolken schneidet die Gitarre immer wieder kleine Löcher, bis aus dem Blues Rock ein Psycho-Jam in Reinkultur wird. Monotones Fellklopfen zu sphärischen Synthie-Klängen und verfremdeter Gitarre. Einundzwanzig kurzweilige Minuten zum Chillen oder zum bewussten Trip durch Zeit und Raum. Abgrundtiefe und verzerrte Saitenpuren links, während die rechte Kopfhörermuschel von Christian bedient wird. Die Gitarre marschiert ein, wie der Gladiator in die Arena. "Gypsy" von Uriah Heep, fährt es mir kurz durch den Kopf, dann übernehmen die Spacerocker wieder. Trotz einiger Heavy Blues-Momente, ist das auch im dritten Longtrack der zweiten Scheibe, "Ur-Whales", so. Das Wechselspiel Rhythmusfraktion vs. Tasten und umgekehrt ist spannend, oder soll ich anstatt 'vs' lieber 'mit' sagen? In dieses Wechselspiel stößt die Gitarre völlig unbeeindruckt und Tommy spielt sein Ding. Wie ich eingangs erwähnte, ist dies ein Beispiel, dass Solieren sich durchaus ins Gefüge einordnen kann. Im "Unknown Song" 'kämpft' er mit Unterstütztung des Wah Wah-Pedals gegen die rollende Orgel. Gewinner bleibt der Hörer. Die beiden Bonustracks würde ich als 'must have' bezeichnen. "Long Ago" ist einer dieser psychedelischen Blues Rock-Jams, die man permanent hören kann. Bass, Gitarre und Orgel wechseln sich in der Führung ab, um schließlich gemeinsam dem Hörer die Glocke zu putzen. Wie voll und schwer klingt doch diese Orgel im Vergleich zu den sonst üblichen Keyboards. "Rockarola": Göttlich. Zeitlupen-Rock'n'Roll und so muss das später im Heim sein, dann können wir RockTimer die Omas wie zu seligen Zeiten über die Schulter werfen. Oder doch besser das junge Pflegepersonal. Schließlich hält Rock'n'Roll jung und wenn er von Space Debris zelebriert wird, hat er auch das gewisse Flair, um von Leuten ohne Backenkoteletten und geölten Haaren konsumiert zu werden.
"Elephant Moon" ist ein starkes Album und macht, ganz im Sinne der Mondkultur, Spaß. Man kann es aufmerksam und bewusst hören, es mit Händen,
Füßen und Nackenmuskulatur miterleben, oder einfach unterm Kopfhörer abdriften." Kundenrezension Amazon v. 12.10.2008 ("Deep Rock" 5 von 5 Sternen): "Was Space Debris mit Ihrem fünften Album geschafft haben,
ist einfach monumental. Christian Jäger, Tom Kunkel und Tommy Gorny zeigen einmal mehr, zu welchem musikalischen Spirit sie fähig sind.
Als Gastmusiker erstmals dabei Peter Brettel. Wer die band kennt, weiß, daß Ihre Musik "Spontankompositionen" sind. Es wird also gejammt- und mit
was für einer Hingabe. Man kann das nicht beschreiben, man muß es einfach hören. Titel wie "Free Spirits", "Black Viking", "Ur Whales",
"Space Debris Truckin´"...sind einfach der Knaller. Warum-Unendliche Weiten-? Die meisten Titel sind zwischen 8 bis 21 Minuten lang.
Die DoppelCD hat eine Laufzeit von 153 Minuten (außerdem als 3er LP). Also genug für einen psychedelischen Flug "on The Space"."
Dave Schmidt, Bassist von Mani Neumeiers "Monsterjam" schreibt für "Sulatron":
"Der erste Titel ihres neuen Werks ("Elephant Moon")hat mich mit seinen knapp 22 Minuten wirklich positiv überrascht! Psychedelisches Feeling, fast schon Santana-Artig.
Es fängt recht spacig an und dann kommt eine schöne Echogitarre zu südamerikanischem Rhythmus und natürlich coole Hammond-Orgel en masse.
Soundtechnisch völlig in den frühen 70ern hängengeblieben, glücklicherweise! Der neue Bassist tut ihnen wirklich gut!
Nun gibts mehr Dynamik und mehr Druck und auch mehr Psychedelisches... Alles in allem eine interessante Doppel-CD die sich wirklich lohnt!"
Hier der Review unserer DVD/CD "Into The Sun" von :Christian Rode/Babyblaue-Seiten.de:
"John Cage mochte keine Improvisationen, weil sie ausschließlich aus dem Schatz schon gemachter Erfahrungen schöpfen und sich aus dem Kreislauf persönlicher Vorlieben nicht hinausbewegen. Meine Aversionen gegen Improvisationen halten sich jedoch sehr in Grenzen, vor allem, wenn ich mir Space Debris’ Live-DVD vom Burg Herzberg-Festival 2006 anschaue. Und vermutlich aus den gleichen Gründen, die Cage zu seinem skeptischen Urteil bewogen haben... Denn die musikalischen Erfahrungen und Vorlieben des Trios sind genau die, die mir auch gefallen. Über den musikalischen Stil der Band zwischen Krautrock, Psychedelic, Funk und Hardrock mit Einflüssen u.a. von Jimi Hendrix, Pink Floyd und Deep Purple um 1970 rum muss mittlerweile eigentlich kein Wort mehr verloren werden (vgl. die Rezensionen zu den vorangegangenen Alben). Die Live-DVD setzt sich allerdings gerade gegenüber dem im selben Jahr entstandenen Studioalbum Three musikalisch schon dadurch ab, dass der Improvisationscharakter der Band durch den Live-Auftritt verstärkt zu Tage tritt. Und da macht es gewaltigen Spaß der Band bei ihren ausufernden Improvisationen zuzuschauen. Ein Teil der Stücke beruht auf bereits auf den „Studioalben“ vorliegenden Titeln, ein anderer Teil entstand im wesentlichen auf der Bühne neu. Was sich live ohnehin von selbst versteht. Und gerade live kommt der Sound der Band noch eine Spur flüssiger rüber als bei den zeitlich verstreuten Aufnahmen im Proberaum, die sich auf den Studioalben finden. Immer wieder auftauchende Zitate reihen sich hier ganz organisch ein. Und da hat Cage natürlich recht: innovativ ist das, was zu Gehör gebracht wird, nicht. Aber darum geht es bei diesem Auftritt auch nicht. Es geht einfach um dieses besondere Feeling in der Musik und mitreißende Spielfreude. Ergänzt wird die Live-Aufnahme noch durch ein Interview mit Drummer Christian Jäger zum Stil der Band. Es gibt das Album auch als CD, aber die Anschaffung der DVD empfiehlt sich schon allein von daher, weil die erste Viertelstunde aus Impressionen des Burg Herzberg-Festivals besteht. Wer noch nie da war, erhält hübsche Eindrücke, wer schon da war, Stützen seiner Erinnerung. Was so logisch und natürlich daherkommt ist tatsächlich aus der Not geborene Tugend, da das Titelstück filmtechnisch einfach erst zu spät aufgezeichnet worden war... Was soll ich noch sagen... Ein phantastisches Live-Dokument des Auftritts und des Hippie-Festivals selbst mit gelegentlicher psychedelischer Bildnachbearbeitung für Fans ausladender Live-Improvisationen. Wer Anfang der 70-er noch nicht dabei sein konnte, findet hier vollwertigen Ersatz!" (Bewertung: 13 von 15 Punkten) Hier der Review unserer DVD/CD "Into The Sun" im Eclipsed-Rockmagazin 10/07: "Schließe Deine Augen uns höre die Musik. Und Du bist irgendwann Anfang der 70er auf irgendeinem jener legendären Festivals. Und alles ist schön. Öffne Deine Augen und Du siehst Space Debris, live 2006 auf dem Burg Herzberg Festival. Und alles ist mindestens genauso schön. Das deutsche Trio spielte sich in einen wahren Jam-Rausch, dessen Faszination auf dieser DVD eingefangen wurde. Wer auch nur einen Funken für Rock übrig hat, wird durch die Grooves, die Improvisationen und die Melodien mitgerissen. Welche Spielfreude Christian Jäger(Drums), Tom Kunkel(Keyboards) und Tommy Gorny(Gitarre) hier auf die Bühne zauberten, zeigt sich schon an den Tracklängen: "Lornas Vibrator" bringt es in der Studiofassung auf knapp drei Minuten, ist hier aber über 16 Minuten lang. Auch "Electric Friends" wurde mir nichts dir nichts um zehn Minuten verlängert. Drei der insgesamt sechs Stücke sind neu, so auch die beiden 18 -minütigen Jams "Into The Sun" und "Whales". Dieser Mitschnitt ist mit leicht gekürzten Versionen auch auf CD erhältlich. Schließe die Augen, wenn Du magst, aber lasse Dich von der Musik forttragen, egal wohin, egal in welche Zeit." (Bewertung: 8 von 10 möglichen Punkten/Bernd Sievers)
Hier ein Review von :Volker Mantei/Ragazzi-Music:
zur DVD: "Am 20. Juli 1976 standen Space Debris anlässlich des Burg Herzberg Festivals auf der Bühne und gaben eines ihrer ausufernden, ausgeflippten Konzerte. Die drei relativ ruhig und ungestört auf der Bühne arbeitenden Musiker Tommy Gorny (g, b, voc), Tom Kunkel (keys) und Christian Jäger (dr) wurden dabei von der professionellen Kamera-Crew des Festivals aufgenommen. Halt - die Band ist zu hören und sicherlich auch zu sehen - aber vor allem wurden erst einmal Publikum und Festivalatmosphäre eingefangen - und man muss eine Weile warten, bis man die Band zu Gesicht bekommt, weiß im ersten Moment nicht, ob das im Rausch tanzende Publikum überhaupt dieser Band lauscht - oder ob dies ein vergessener Film aus der alten Hippie-Zeit ist, ach Mist, jetzt habe ich mich verraten, OK! Klingt zwar wie 1976, eher noch wie 1971, wurde aber 2006 aufgenommen. Kein Mensch interessiert sich heute mehr für solcherart Sound, deswegen wurde die Band engagiert (und hat ein Jahr später auf der Zappanale gespielt), weil niemand zu solcherlei Konzerten geht und die Veranstalter am liebsten unter sich sind, um nackt vor der Bühne tanzen zu können.
Space Debris spielen Hard Rock. Beeinflusst vom Space-, Progressive- und Psychedelic Rock alter Schule improvisiert das Trio auf der Bühne ultralange Songs. Für das Auditorium ein Fest. Die sonst gewiss bürgerlich gekleidet ihren jeweiligen Berufen nachgehenden Festival-Hippies sind bunt bekleidet, haben ihre Haare in ein Meer aus Farben gestürzt und ihre Sinne gewiss nicht weniger. Auszeit! - so denken alle, Erholung vom stressig-langweiligen Bürgerleben, das fast keine private Zeit mehr zulässt. Hier ist sie ganz da und Space Debris haben die ideale Klangsprache dieses befreienden Gefühls.
Wer noch nie auf dem Herzberg Festival gewesen war, bekommt Lust, angestachelt von den professionellen und emotional hinreißenden und kraftvoll eingefangenen, farbenfrohen Bildern, sich das (den?) Event einmal anzusehen. Also ab!
Und tatsächlich, nachdem 17 Minuten lang das Festivalgelände und die Besucher im Fokus der Kamera standen und die entspannte Atmosphäre vor sich hin zog, ist plötzlich die Band auf der Bühne zu sehen. Tatsächlich, das sind Space Debris - und es ist ihre Musik, ihr Song, der nach 17 Minuten noch 5 weitere Minuten weiter führt, um schließlich 5 weitere Songs folgen zu lassen, in denen die Band durchgehend fotografiert wurde.
Die Band hat Anklänge an uralte, erste UFO, an Deep Purple, an die Stimmung des elektrischen Krautrock, überhaupt den frühen Rock, wie er seit 1966 aus 3 Minuten ins Unzählige wuchs.
Das Gros der 90 Minuten Konzertmitschnitt ist frei improvisiert, wenn die Band dazu auch ihre eigenen Songs nutzt (die im Studiogewand zwar viel kürzer, aber ebenso improvisiert entstanden sind),
aus denen die dynamischen und mitreißend rockenden Live-Improvisationen frei fließen.Keiner der drei Bandmitglieder ist besonders hervorzuheben, alle drei sind technisch geübte und improvisatorisch
inspirierte Musiker, die an ihren Instrumenten selbst und zusammen einen Gemeinklang finden, der sich positiv ergänzt und in den Bann zieht. Dabei kann es passieren, dass die Band in den Jazz rutscht, in
Fusion swingt, abstrakte Sound entwickelt, die dem Konzert die richtige Würze geben. Klang und Bild sind exzellent eingefangen, das Licht des schwindenden Tages untermalt die Magie des Konzertes,
das Publikum steht bewegt vor der Bühne, und der laue Abend hält seinen milden Einzug. War nicht nur ein gutes Konzert, ein lockeres, inspiriertes Spiel auf der Bühne, war auch die richtige Zeit,
dies einzufangen. (Volker Mantei, 2007)
Hier ein Review unserer DVD/CD "Into The Sun" von www.rocktimes.de:
"Gerade letztens hatten wir in der Redaktion eine Diskussion, wie man denn nun Krautrock bitteschön definiert. Christian Jäger, Drummer von Space Debris, schreibt im Booklet vorliegender DVD: »Der Begriff Krautrock ist auch kein eng zu fassender Musikstil, sondern historisch zu sehen.« Unzweifelhaft ist die Musik der drei Odenwälder sofort als Krautrock zu identifizieren. Nach meiner ersten Begegnung mit der Musik der Band, war ich höchst erfreut, als mir dieser Tage vom Herzberg Verlag die DVD mit ihrem Konzert vom letztjährigen Burg Herzberg Festival in den Player flatterte. Was man angangs als Pech bezeichnete, dass der erste Track der DVD, "Into The Sun", nämlich erst ab dem Ende gefilmt wurde und somit nicht als Teil des Konzertes gezeigt werden kann, wird im Nachhinein als Glücksfall gesehen. Man hat den Song nämlich als 'Untermalung' für eine klasse Dokumentation über das Festival genutzt. Das ist interessant für diejenigen, die schon mal auf dem Herzberg waren und für die, die das Festival nur vom Hörensagen kennen, sowieso. Das Burg Herzberg Festival ist und bietet weit mehr als nur eine Ansammlung von Konzerten - es wird 'nebenbei' so einiges an Unterhaltung geboten. Da gibt es Stände mit allerlei Möglichem und Unmöglichem: Als Beispiel seien nur mal die beiden Ziegen genannt, die jemand mitbrachte und Kaffee mit Ziegenmilch anbietet. Eltern sind mit ihren Kindern angereist, die zusammen mit anderen Jungrockern auf dem weiträumigen Gelände spielen. Dazwischen hat es Gaukler und wenn die Kamera den Fuhrpark der Festivalbesucher abfährt, kann man sich wundern, wie manche Gefährte den Segen des TÜVs erhalten haben. Ein riesiges Zeltlager mit so vielen verschiedenen Menschen, die eines eint: Spaß und Bock auf geile, abgefahrene Musik. Genau diese Musik bietet Space Debris und "Into The Sun" kann man getrost als Soundtrack zu dieser gelungenen Dokumentation bezeichnen. Perfekt, wie die Kameracrew durch das Gelände fährt und von der Wasserbelieferung bis zu Eltern, die ihren Jüngsten per Bollerwagen durch die Gegend ziehen, alles zeigt. Der Zuseher meint, auf einem bequemen Wägelchen zu sitzen und herumgefahren zu werden. Der letzte Part der Nummer gehört der Band, denn ab da hat man dann den Song auch mitgefilmt. Nun also zum konzertanen Teil des Silberlings. Christian Jäger beschreibt im interessanten Interview, wie die Kompositionen der Band enstehen. Da wird nichts geplant, sondern spontan beim Spielen entschieden. Auch gibt es kein aufgeblähtes Studioequipment, sondern zwei Micros im Raum und in der Tat ist auch der Rezensent erstaunt, wie klasse die Klangqualität dadurch ist. Nun, man ist es ja bereits von Wallbreakers-Aufnahmen gewohnt, die ebenfalls mit minimalistischem Equipment zu klanglichen Höchstleistungen führen. "Lornas Vibrator" wird vom Schlagzeug eröffnet, die Gitarre gesellt sich dazu und was Gitarrist Tommy mit den Händen spielt, singt er gleichzeitig nach. Geil, ein Gitarrist singt seine Soli. Tom soliert jazzig an der Hammond und Tommy schnallt sich den Viersaiter um und hilft Christian, der für den notwendigen Rhythmus und Drive sorgt. Es gibt 'nen Wechsel zur sechssaitigen Gitarre und der Jazzcharakter der Nummer wendet sich wieder hin zum Rockigen. "Electric Friends" kommt einem Ritt durch Krautrockwelten gleich. Orgel und Gitarre jammen um die Wette und Tom Kunkels Spiel ersetzt auch die Bassgitarre mit links. Fast orgiastisch schaukeln sich Tommy und Tom gegenseitig hoch, während Christian (im Bonham-T-Shirt) souverän die Machine am Rollen und Krachen hält. Dem langsamen Intro angepasst, lässt man die Anfangssequenzen nicht in Echtzeit, sondern in Zeitlupe laufen, was den psychedelischen Touch unterstreicht und den Beginn des folgenden, rockigen Ritts förmlich explodieren lässt. Das sich anschließende "Mountain" ist astreiner Blues Rock im Krautgewand und mehr als einmal kommt mir der gute alteJimi in den Sinn: Tommy spielt ein heißes Eisen, während die Hammond herrlich rollt und Mr. Bonham, ähm Mr. Jäger die Felle malträtiert. »Eine Spontankomposition aus dem Proberaum, hier am Original orientiert sozusagen wiederaufgeführt« heißt es im Booklet über "Whales". Improvisatorisch mit Raum für jeden Musiker geht es in der Tat los, aber Proberaumatmosphäre mag man zu keiner Sekunde spüren. Alle Töne sind da, wo sie hingehören und es klingt perfekt aufeinander abgestimmt. Toll das Gitarrensolo in Verbindung mit einer Schlagwerk-Attacke vom Allerfeinsten. Lieber Verfasser der Liner Notes, lass mich dich nochmal zitieren, denn was du zu Jam Bang schreibst, ist eine volle Zwölf: »Jam Bang ist, wie der Titel schon sagt, eine im Live-Rausch entstandene Jamnummer, bei der sich die Musiker den letzten Rest an musikalischer Seele aus dem Leib spielen und das Publikum mitreißen.« Ja, genau! Voller unbändigem Drive groovt "Jam Bang" übers Gelände und, wie übrigens während der kompletten Show, zeigt die Kamera auch das mitgehende Publikum. Orgel und Gitarre riffen um die Wette und man merkt es der Band bei der Verabschiedung an, dass auch sie ihre Freude am Auftritt hatten. Im Interview sagt Christian, dass das nächste Ziel der Band eine Tour durch Japan sei. Wenn das klappt, da bin ich sicher, werden die Leute im Land der aufgehenden Sonne wissen, dass Krautrock nicht auf die Siebziger beschränkt werden kann. Es gibt Bands, die diese Fahne auch im neuen Jahrtausend hochhalten. Space Debris ist ohne Zweifel ein würdiger Vertreter dieser Spezies." (Uli Heiser, 2007) Die deutsche Jam-Band Space Debris passt hervorragend zum Hippie-Festival auf Burg Herzenberg, wo sie im Jahr 2006 einen improvisierten Auftritt hinlegten.
Das Burg Herzberg Festival ist eines der letzten Hippie-Refugien - nicht nur in Deutschland, sondern wohl auch weltweit. Seit 1970 finden hier
Festivals statt. Alle wichtigen deutschen Bands jener Jahre spielten hier - von Can über Guru Guru bis Amon Düül II.
Allerdings pausierte die Veranstaltung von 1973 bis 1990, und als es 1991 wieder losging, hatte sich die Welt geändert.
Doch die neuen Festival-Macher hatten sich ganz bewusst dafür entschieden, nicht auf den Zeitgeschmack oder vermeintliche
Marktgepflogenheiten Rücksicht zu nehmen. Sie holten die alten Bands auf die Burg zurück, gaben aber auch neuen Formationen
eine Chance, die den Geist der Hippie-Jahre mit der Jetztzeit verbinden. Ein Beispiel für diese Haltung ist die deutsche Band
Space Debris, ein Keyboards/Gitarren/Drums-Trio, das die langen, freien Improvisationen der Krautrock-Zeit mit psychedelischen
Sounds und einer jazzigen Interaktion zwischen den drei Bandmitgliedern verbindet. Ihr Festival-Auftritt aus dem Jahr 2006 liegt
nun auf einer DVD vor, nachdem der WDR Rockpalast jährlich vor Ort ist und die Kameras laufen lässt. Aus diesem Material entstanden
bereits mehrere DVDs, die vorliegende ist jedoch die erste, die sich einem einzigen Act widmet. Diese Ehre haben Space Debris auch
verdient. Denn es ist einzigartig, wie sie ihre oft bis zu 20 Minuten langen Stücke völlig aus dem Nichts heraus improvisieren. (Testbericht Ebay)
Hier ein Review unserer LP/CD "Three" (2006) von Jürgen Gallitz-Duckar für das Web-Prog-Lexikon BabyBlaueSeiten:
"Und nun folgt der dritte Streich. Von der Länge begrenzter als die Vorgänger und mit 48 Minuten nur etwas mehr als die damals übliche LP Länge, aber im Inhalt so reichhaltig wie vorher auch. Space Debris, welche sich inzwischen als Band und nicht mehr als Projekt sehen, arbeiteten sich weiter durch die Rockgeschichte der 70er. Weniger Psychedelic, weniger Kraut, dafür mehr vom Klassischen Rock und Hardrock des 70er-Menüs stehen diesmal an. Wer darin etwas belesen, besser gesagt behört ist, hat ein Déjà-Vu nach dem anderen. Da fallen einem natürlich sofort erstmal Bands wie Deep Purple oder Brian Auger’s Oblivion Express ein, wenn man die exzellente Orgelei von Tom Kunkel hört, der seine Hammond und gelegentlich mal den Synthie ganz 70ies-like benutzt, dabei aber immer geschmackvoll und stilsicher agiert und nie den Song zer-solot. Oder „Mountain high“: Beginnt mit einem Riff, das in Art und Klangfarbe Hendrix’ „Hear my train a comin“ herbeiholt, später jedoch auch mal Richie Blackmore’s Rainbow um die Ecke schauen lässt. Feinfühlig und geschmackvoll sind passende Stichwörter zum Album. Obwohl alle fünf Stücke Jams sind, wirken sie wie Songs. Songs ohne Texte, aber definitiv Songs. Ständig meinst du, einen Text dazu zu kennen, so songartig sind die Soundgebilde der Band. Hier gibt’s nicht Gedudel um des Dudelns willen. Kein "Ätsch, ich bin schneller als du"-Gewichse, kein noch schnell hinzugefummelter Schrägtakt, damits auch etwas intellektuell wirkt. Organische Jams, ständig im Fluß, sind der Nährboden für Space Debris. Die beiden Herren Kunkel und Gorny agieren dabei traumhaft aufeinander eingespielt, werfen sich die Bälle zu, übernehmen die Stimmung des Songs, um sie wieder an den Kollegen abzugeben. Christian Jäger sitzt dahinter und lenkt mit seinem phantasievollen, agilen Drumming diverse Richtungswechsel oder treibt die Kollegen auch einfach nur an. Space Debris sind eine fantastische Live-im-Studio-Band, welches sie übrigens demnächst mit einer Burg-Herzberg-DVD ihres Auftritts vor Publikum auch für zuhause unter Beweis stellen wollen. Braucht man also diese CD? Aber Hallo – und wie man die braucht, wenn man denn ein Liebhaber der klassischen Rocksounds ist. Wem es um die altvertrauten warmen Klänge einer Hammond geht, wer Glücksgefühle beim Klang einer melodiösen und dennoch verspielten Stratocaster hat, wer den geerdeten Sound der Ludwig Drums mag, der ist hier zuhause und wird am Ende dasitzen und schwören, dass er diese Platte damals 1973 beim Plattenladen an der Ecke - dem Laden mit dem vollbärtigen Typ am Tresen, mit dieser ellenlangen Matte und der schummrigen Beleuchtung im ganzen Geschäft, weißt schon – gekauft hat. Space Debris könnten auch The Time-Machine heißen. P.S: Die CD ist diesmal gepresst und nicht gebrannt wie ihre Vorgänger und selbstverständlich ist "Three" auch wieder als LP erhältlich. Wertung: 12 von 15 Punkten Hier der Review über die LP "Three" von Kristian Selm
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Das Powertrio Space Debris geht, der Albumtitel lässt es erahnen, in die dritte Runde. Mittlerweile haben Christian Jäger (Schlagzeug), Tommy Gorny (Gitarre / Bass / Gesang) und Tom Kunkel (Hammond / Synthesizer) ihren rein improvisierten Stil (=Spontankompositionen) dermaßen verfeinert und perfektioniert, dass man sie u.a. für die 2006er Ausgabe des Herzberg Festivals einlud. Eine DVD von diesem Auftritt ist übrigens bereits in Planung. „Three“ setzt nahtlos auf die musikalische Sprache der Vorgängeralben auf, auch wenn diesmal doch deutlicher die 70s Rock Fahne geschwenkt wird, die krautigen, psychedelischen Passagen fast gänzlich verschwunden sind. Die Herangehensweise ist jedoch prinzipiell die gleiche. Langsam lässt die Band Themen entstehen, wirft sich Phrasen und Soloparts zu, steigert geschickt Spannung und Dynamik, ohne dass dabei ein Musiker den anderen überstrahlt. Man merkt, dass sich die drei inzwischen aufeinander eingespielt haben, man den anderen für seinen spielerischen Freiraum respektiert. Die Orgel quietscht und ächzt vergnügt (besonders fett im knapp 10-minütigen „Trip vitesse (sans alcool)“), die Gitarre jubiliert mehr dem Hard Rock bzw. Jimi Hendrix zugewandt, getragen von einem filigranen, aber niemals aufdringlichen, groovigen Rhythmusgeflecht. Dabei kommen Space Debris ohne aufbrausende oder überschlagende Virtuosität aus, es ist mehr der warme 70s Sound, das gemeinsame Verständnis, was die Musik trägt.(...) Ein Nostalgietrip aus dem Hier und Jetzt, der mit zeitloser Spielfreude aufwartet. Kristian Selm Hier der begeisterte Review von Ulli Heiser (Nov. 2006)
www.rocktimes.de:
(...)ja- Die Hammond! Wenn Tom in "Saurus" z.B. den Tasten die Sporen gibt, wartet man förmlich, dass der "Highway Star" losbrodelt. Bis es dazu kommt, steigert sich der Song durch Gitarrenläufe, Synthiefaszinationen und entfesselte Schießbudenakrobatik. Dann, wie bereits erwähnt, die Orgel. Die Gitarre begleitet stellenweise akustisch und nach einem Break darf sie ganz alleine diese tolle Nummer zu Ende 'akusteln'. Bei allem Improvisieren und Jammen (Zitat: »Ausnahmslos Spontankompositionen«) ist es irre, wie melodisch das Ganze ist. Im Opener "Dark Star" (hat nichts zu tun mit den Ur-Jammern) geht es in der Tat etwas improvisiert los, bis sich urplötzlich eine Melodie aufbaut. Schlagzeug und Orgel sammeln die Reste der 'Abschweifler' komplett ein und lenken sie in geordnete Bahnen. Trommelwirbel, eine 'immer höher wachsende' Klangwand aus Orgelklängen generiert und eine sich per Wah-Wah dazumischende Gitarre gipfeln gegen Ende in einer Traummelodie. In "Trip Vitesse" erinnert mich die Hammond an Booker T. And The M.G.'s. Immer wieder aufmüpfige Tastensequenzen, zu denen der Bass brabbelt und Christian die Marschrichtung vorgibt. "Mountain High" ist ein Bluesrock-Kracher der Extraklasse. Leslieeffekte, wenn ich mich nicht irre, Tommy kann an der Elektrischen mal á la Jimi die Sau rauslassen - ein Kracher! Endlich was Langes: 20 Minuten "La Mano De Dios (ext.)". Einer Orgie gleich, kann hier jeder mal mit jedem. Und auch mal ganz alleine für sich. Allerdings findet immer wieder zusammen, was zusammen gehört. Die »Spontankompositionen« gehen allesamt in die richtige, weil gemeinsame Richtung. Gekonnt springt ein jeder mal ein (stark die Wah Wah-Einlage etwa bei Minute 13), sammelt die Bandmates wieder ein und man marschiert ein Stück des Weges gemeinsam. Gegen Ende der Nummer klingt es gar 'ohrwurmig'. Diese »Spontan- und Erstversionen« auf "Three" kriegt manch andere Band nicht nach x-maligem Proben und Tüfteln hin. Space Debris bereitet mir nur ein Problem: Wie soll man die Musik einordnen? Kraut, Jam, Space, Psychedelic, Rock? Schwer, sehr schwer und am Besten wird es sein, ein jeder entscheidet das für sich selbst. Zu beziehen ist die CD über die Bandseite (siehe Link am Ende der Review). Ich jedenfalls geb meine nicht mehr her :-) Uli Heiser, Rocktimes Hier ein Review aus dem Rockmagazin "Eclipsed" 11/06:
Mit ihrem mittlerweile dritten Album hat die deutsche Band Space Debris nichts von ihrer Unbekümmertheit verloren.
Wie sollte sie auch, entsteht ihre Musik doch ausnahmslos aus Improvisationen. "Spontankompositionen" nennt es die Band und hier liegt der Schlüssel
zu ihrem Erfolg. Zwar ist der Sound noch an einigen wenigen Stellen noch verbesserungsbedürftig, doch fällt dies kaum ins Gewicht,
da die hier versammelten fünf Tracks nicht wie zielloses Gegniedel wirken, sondern mit ihren Spannungsbögen und Strukturen sehr wohl
auch als komponiert durchgehen können. Das erinnert zuweilen an Southern-Jam-Bands,
allerdings ohne Blues-Elemente. Doch Space Debris spielen sich auch in eine Trance, variieren ihre Themen, kehren wieder zurück und setzen von Neuem an, um die
Melodien in andere Richtungen zu bringen. Das knapp zehnminütige "Trip Vitesse (Sans Alcool)", erinnert gar an Großtaten von George Fame oder Brian Auger.
Three ist übrigens auch als Vinyl erhältlich. (Bewertung: 7 von 10 Punkten/"souverän") Hier der Kommentar zum Samplertrack "La Mano De Dios" (edit) von Marcus Wicker/Eclipsed:
"...Gitarre, Orgel, Drums. Jeder darf mal ran, jeder darf das Kommando übernehmen, sich von seinen Mitstreitern trennen, nur um wieder zu ihnen zurückzufinden. "La Mano De Dios" repräsentiert genau den 70er Jahre Charme des deutschen Trios, dessen Jamrock-Werke
spontan eingespielt werden und vor Spielwitz nur so strotzen."
Acid Dragon, Prog-Magazin: I was very much looking forward to this CD having been much impressed with ‘Krautrock Sessions 1994-2001’ reviewed in AD #40. Well, I was not disappointed! From the opening bars of ‘Xenufo’ through to the conclusion of the epic title track this is one engaging slice of retro improvisational rock. Tom Kunkel is in Emerson Nice era mode from the off with guitarist Tommy Gorny also sounding a bit like Davy O’List! Underpinned by some dynamic drumming from Christian Jager and lots of crashing cymbals it’s a satisfying piece of rock nostalgia. ‘Bolivia’ fades in with more organ chords, echo guitar and rhythmic backbone, more Santana or Focus than Nice this time, more expansive guitar proving it’s amazing what you can do with two chords and some nimble keyboard runs! Tom’s Hammond has a Brian Auger edge to it, teasing every bit of emotion from his instrument. Some gentle guitar arpeggios end the track before ‘Capitalists Nightmare’, a bit of a ‘riffer’ with lots of sustain and bend on the guitar notes, the organ taking up the action more Jon Lord than Emerson or Auger. On ‘Trans Odenwald’ the band indulges in some Led Zeppelin stylised rock ‘n’ roll that comes together eventually! Moving on a few tracks to the live ‘Purple Dream’ it’s nice to hear lots of reverb on the organ and some scintillating runs in a kind of ‘Rondo’ variation. ‘Second Sight’ is al lengthy excursion, a grungy early Floyd sound giving way to another ‘Rondo’ type creation then some bluesy Hendrixy guitar licks. The 21 minute title track is a breathtaking stunner of deep invention and a hint of jazz. If you long for the free rock spirit of the late 60s and early 70s look no further than Space Debris. I can smell the incense, man! Enjoy! (Phil Jackson)
Hier ein Auszug aus dem neuen Review von Kristian Selms "Progressive Newsletter" "(Abo-Underground-Magazin) zu der neuen Platte: "Und sie fliegen wieder durch die Weiten des Raumes. Space Debris improvisieren sich auch auf ihrem zweiten Longplayer wieder munter durch die Rockgeschichte der frühen 70er, als die Orgel noch richtig dreckig klang und man sich eben jede Menge Zeit für Songentwicklung und ausgiebige Soloteile nahm. Wie bereits beim Debüt bekommt das Trio auch dieses mal wieder Unterstützung von diversen Gästen, die die ausufernden, aber niemals langweiligen instrumentalen Interaktionen an passender Stelle ergänzen und verfeinern. Die neun Titel auf „Kraut Lok“ schweben konsequent durch die verschwommenen Sphären der Vergangenheit und machen diesen rund 80 Minuten langen Trip sowohl von den Sounds, als auch von der Spielweise, zu einer perfekten Nostalgiereise. …" (Kristian Selm) Hier der Review zur neuen Platte "Kraut Lok" aus dem Eclipsed, Ausgabe 11/05: "Drums, Gitarre und Hammondorgel, mehr braucht es nicht, um ein rundum gelungenes Album mit Leben zu füllen. Dem deutschen Trio Space Debris ist mit seinem zweiten Album "Kraut Lok" - eine Wortspielerei mit Link auf das Cover, das mit seiner subtilen Realität an die Werke von Storm Thorgerson erinnert - der nathlose Anschluß an das Debutalbum von 2002 geglückt. Wieder einmal wurde frei improvisiert, der Rock mit seinen Adrenalin ausschüttenden Riffs als Grundlage genommen, um Gitarren und Keyboards die Steilvorlage für ihre ausufernden Soli zu geben. Herausspringt mal Psychedelisches, mal Krautrockiges, mal einfach mit Volldampf vorwärts Rockendes, mal etwas traurig Bluesendes, mal etwas mystisch Orientalisches. Der Sound der frühen 70er-Jahre wird zwar nicht authentisch eingefangen - dafür klingt das Album doch zu frisch - aber es ist eine Huldigung dieses Genres. Dabei sind es nicht nur die Soli von Gitarre und Hammond, es sind auch die cleveren, stets im Dienste des Gesamtbilds stehenden Drums und die - wie haben sie die bloß hingekriegt - riffartigen Keyboards, die für Erstaunen sorgen. Rythmus, Melodie und unbändige Spielfreude, was will man mehr? Erhältlich auf Vinyl oder CD-R." (Bernd Sievers/Eclipsed)
Hier ein Review von Volkmar Mantei, von Ragazzi Music "hier draufklicken um Artikel zu lesen
:"Die Produktion ist rein äußerlich schon mal sehr gelungen,
als LP im Klappcover hat man richtig was in der Hand, die Innencover der beiden LPs bieten zusätzliche Informationen, Fotos, Review-Auszüge.
Vor allem die von verschiedenen Seiten in irgendeiner Wüste fotografierten Lokomotiven haben es mir sehr angetan (weswegen auch nicht das "nackte" Frontcover der LP hier zu sehen ist,
sondern das große Bild aus dem Innencover). Space Debris spielen ausgefallene, eigenwillige Rockimprovisationen. Tom Kunkel (key), Christian Jäger (dr) und Tommy Gorny (g) sind technisch
sehr begabt, nicht nur das, ihr differenziertes und melodiereiches Spiel klingt inspiriert, die Stücke sind wahrhaft gelungen.
Harmonisch-melodische Vorbilder dürften bei Deep Purple zu finden sein, im Progressive Rock und im besten Jam-Rock der 70er,
den langen Livewerken von Allman Brothers beispielsweise. Space Debris sind jedoch keine Kopisten. Sie verweben Jazz, Blues und
Heavyrock auf sehr intime und intensive Weise, die im Sound der Instrumente und in der Handschrift der Instrumentalisten nur ansatzweise Vergleiche findet.
Das 21-minütige "Kraut Lok" zum Beispiel beginnt als funky Bluesrock, lässig und hingebungsvoll gespielt, immer eine Spur Jazz in den
Tastenimprovisationen. Während (Gast-) Gitarrist Daniel Sich sich zunächst zurückhält, melodiert Keyboarder Tom ausgiebig.
Dabei wird er hinreißend vom vital "arbeitenden" und schön differenziert spielenden Schlagzeuger Christian begleitet, der nicht
nur das rhythmische Rückgrat der Band ist, sondern mit federndem, bisweilen schwer kräftigem Spiel auf seinen einzelnen
Schlaginstrumenten als weiterer Melodiker gelten muss. Bester Track meiner Meinung nach ist das 14-minütige "Second Sight",
dessen Rhythmus allein schon grandios gespielt wird, während die Orgel die Harmonie weiterführt und die Gitarre schließlich aus der
zarten Anfangsnote zum radikalen, dreckigen und wilden Rockmonstersolo ausholt, woraus die Band wieder mit vertieften und intensiven
Parts weiterarbeitet. Perfekt!
"Kraut Lok" ist ein wahrhaft schönes Teil, äußerlich wie innerlich. Die Empfehlung geht an Hardrock-, Psychedelic- und Spacerockfans und an die ausgewachsene Gilde der Altrocker.
Diese Musik wirkt wie eine Droge!"
Hier der Kommentar vom Rock-Magazin Eclipsed (Ausgabe 11/05)zu unserem Samplerbeitrag für die dort beiliegende CD: "SPACE DEBRIS wie man sie kennt: feine bis
feinste Gitarrensoli, die die ihnen gebotenen Freiheiten auch weidlich ausnutzen. Hammondorgel-Soli, die ganz ungeniert den Gitarren in nichts nachstehen. Das alles garniert mit einer diffizilen
Schlagzeugarbeit ergibt einen energetischen Jamrock, den heute nicht mehr viele Bands bieten und der tatsächlich an Live-Großtaten der dankbaren Toten erinnert." (Eclipsed 11/05).
Hier ein übersetzter Ausschnitt aus den neue Liner Notes zum zweiten Album:"Das großartige Doppelalbum im Klappcover, das Sie in der Hand halten, ist ein Lehrstück für die Power und die Möglichkeiten von hartem kosmischen Krautrock wie er nur von begabten und hingebungsvollen Praktikern dieser Kunst gespielt werden kann. Vom Soul und den leidenschaftlich melodischen Jams von „Bolivia“ über die harten und abgefahren Forschungsreisen von Hammondorgel und Gitarre in die äußerten Ecken des Weltalls in „Capitalists Nightmare“ bis hin zum epischen „Kraut Lok“, das den Hörer auf einen instrumentalen Trip aus souligem Space Jazz, Acid Rock, heavy jamming Progressive Rock, coolen Grooves und reiner Bewusstseinsmassage mitnimmt. Also, zurück lehnen, Kopfhörer aufsetzen und an Bord des Raumschiffs Space Debris kommen. Space... Peace..." Jerry Kranitz (Aural Innovations) Hier der neue Review des Web-Prog-Lexikons "BabyBlaueSeiten" (s. Linksammlung), geschrieben von Christian Rode :"Space Debris haben Fans ausufernder Rockimprovisationen im Stil der frühen 70-er wieder einiges zu bieten. Dabei lassen die Jam-Rocker wie schon zuvor bei den „Krautrocksessions 1994-2001“ reichlich musikalische Erinnerungen an jene Tage aus ihrem kollektiven Gedächtnis aufleben und verbinden diese zu einem eigenen, genuinen Sound. Gegenüber den Krautrocksessions wirkt Kraut Lok bei aller Vielgestaltigkeit verwendeter Stilmittel aus Blues, Jazzrock, Psychedelic, Kraut- und Spacerock noch homogener. Die Stücke sind meist gut groovendes Midtempo voller Spielfreude. Am Ende von Trans Odenwald wird auch mal ein heftiger Rock’n’Roll hingelegt, der allerdings auf seinem Höhepunkt in einer überraschenden Explosion zur Ruhe kommt. Irgendwie muss man ja auch mal zum Ende kommen... Dominant ist häufig die satte und zugleich warme Hammond-Orgel, die auch schon mal untergründige Riffarbeit leistet. Die Gitarre spielt oft in Trance versetzende Improvisationen. Hart rockende Riffs gibt’s aber auch schon mal, etwa im Verlauf von Second Sight und auch beim langen Titelsong, die streckenweise Erinnerungen an spacige Deep Purple wecken. Als weitere Bezugspunkte werden von der Band selbst zurecht u.a. Pink Floyd, Grobschnitt, Vanilla Fudge, Birth Control und Santana genannt. Es ist immer wieder faszinierend, mit welcher Leichtigkeit sich ein Element aus dem anderen spontan und ganz organisch entwickelt. Mit dem richtigen Gespür für Timing kommt bei Space Debris auch keine Langeweile auf. Die Musik von Space Debris, die in Jam-Sessions entwickelt wird, nimmt einen mit auf scheinbar nicht enden wollende, swingende Reisen in das Herz der frühen 70-er. Da könnte man noch Stunden lang weiter zuhören. Hoffentlich finden diese ungewöhnlichen Retrorocker bald wieder Zeit für weitere Sessions!" (Wertung: 12 von 15 Punkten)
Hier der neue Review aus der aktuellen Ausgabe des
"Progressive-Newsletter Magazins (Ausgabe Nr 52) Auszug: "(...) der musikalische Gehalt war dermaßen gelungen, dass die Aufnahmen auf Vinyl gepresst und bisher bereits weltweit 500 als Doppel LP im Klappcover im Selbstvertrieb verkauft wurden. Die „Krautrock Sessions“ bewegen sich, der Titel deutet es bereits an, vermehrt im 70er Jahre Rock unter Einfluss von Hard, Space, Kraut- und Psychedelic Rock und sowohl Sound, wie auch instrumentelle Umsetzung sind deutlich in der Vergangenheit angesiedelt. So atmen die weit angelegten, aber immer locker wirkenden instrumentalen Interaktionen den wachen Geist der Vergangenheit, ohne dass die Titel jetzt unbedingt altbacken oder angetagt klingen, jedoch scheint hier alles per Zeitmaschine wie aus einer anderen Epoche hergebeamt. In den schwebenden Sounds, die mal erdiger, mal sphärischer erklingen, wechseln sich solistisch Gitarre und fette Orgelsounds ab, untermauert von einem songdienlichen, aber immer spannenden Rhythmusgeflecht, das in den rechten Augenblicken für Dramatik- und Dynamikwechsel sorgt.(...)
Hier ein neuer Review, zu finden unter "www.rockpopnews.de
" Krautrock-Improvisationen vom Feinsten:
Vor allem in den siebziger Jahren zählte die Improvisationskunst zu den höchsten Gütern in der Rockmusik. Nur, wer zu langen Jamsessions fähig war, gehörte zu den wirklich Großen im Geschäft. Heutzutage ist nicht nur unser tägliches Leben schnelllebiger geworden, dieser »Geschwindigkeitswahn« hat auch vor der Rock-und Popmusik nicht Halt gemacht. Ein Song muss offenbar nunmehr kurz und schmerzlos sein und an seinen Hörern vorbeirauschen, ohne dabei merkliche Spuren zu hinterlassen. Nur dann wird er, so scheine es zumindest die Plattenbosse zu glauben, auch erfolgreich werden. In solch einer traurigen Situation fallen natürlich Gruppen, die sich nicht an dieses Credo halten, angenehm auf. Eine dieser Bands kommt aus Weinheim und hört auf dem Namen »Space Debris«. Ihre Passion ist und war es schon immer, sich in langen Improvisationen zu ergehen und dabei hin und wieder ein nettes kleines Soundexperiment zu wagen. Während ihrer Aufnahmesessions planen die neuen Musiker nur wenig. Der Spaß an der Sache und die Freude am experimentieren stehen hier eindeutig im Vordergrund. Diese Lockerheit merkt man den Songs auf dem vorliegenden Album deutlich an. Genannt haben sie ihr Werk »Krautrock-Sessions 1994-2001« und spätestens jetzt wird auch klar, in welcher Tradition sich »Space Debris« sehen (wenngleich sich ihre Musik auch ein wenig unbewusst in diese Richtung entwickelt hat, wie die Band auf ihrer Homepage erklärt). Dabei haben sie vor allem die Spontanität und Experimentierfreude des Krautrock in ihre Musik integriert. Darüber hinaus findet man Elemente des 70s Progrock und auch Passagen, die an Bands wie Deep Purple (und Songs wie »Space Trucklin'«). Der Spacerock schließlich hat natürlich auch seine Spuren nicht nur im Namen der Band hinterlassen. Und so erwarten den Hörer wunderbare und bisweilen abgefahrene Hammondorgel-Passagen, lange Gitarrensoli, an denen sich gerne auch einmal mehrere Gitarreros beteiligen, und eine solide Rhythmusarbeit, wie sie für gelungene Improvisationen unerlässlich ist. Hin und wieder findet man sogar ein wenig Gesang, der steht aber ganz und gar nicht im Vordergrund. Insgesamt befinden sich auf der CD 84 Minuten feinster Rockimprovisationen, wie man sie bisher nur von den großen Meistern dieser Zunft gewohnt war. »Krautrock-Sessions 1994-2001« ist ein Album, das man immer wieder hören möchte und das bei jedem neuen Hördurchgang noch Überraschungen für den Hörer bereithält. Fazit: Unbedingt kaufen! Ursprünglich ist das Album übrigens auf Vinyl veröffentlicht worden, was im Grund genommen auch wesentlich bessser zum Sound der Band passt. Auch die Dopple-LP kann im Netz (s.u.) geordert werden. Und nun noch eine gute Nachricht zum Schluss: Ein neues »Space Debris«-Album ist in der Mache. Sobald man mehr weiß, werde ich es hier posten. !" Hier ein Link zu den ,BabyBlaue-Seiten,
, einfach draufklicken...schon erscheint ein ausführlicher Review von Christian Rode mit Bewertung unserer LP: (11 von 15 Punkten)...hier ein Auszug:
"Es gibt nicht viele Platten, die Jam-Sessions enthalten. Spontan fallen mir Derek & The Dominoes mit ihrer sehr empfehlenswerten Layla-Box ein. Jam-Sessions haben so etwas Fließendes,
Ausuferndes und doch Relaxtes. Bei Jams spielen die Musiker ja "nur" miteinander, lassen ihren Ideen in entspannter Stimmung mit viel Gespür für die anderen Musiker freien Lauf, haben Spaß an der
Improvisation und am sich davon treiben lassen, denn sie müssen anders als beim Konzert kein Publikum anheizen oder befriedigen. Als "zufälliger" Hörer klinkt man sich einfach ein und lässt sich mittreiben.
Dieses Feeling bestimmt auch den Sound der nur als Doppel-LP (Vinyl) erhältlichen KRAUTROCK-SESSIONS von Space Debris.
KRAUTROCKSESSIONS heißt das Album; dabei klingt es gar nicht mal so besonders krautrockig, was die drei bis vier Musiker an Gitarre, Bass, Hammond-Orgel und Schlagzeug bieten.
Ich höre eher so einen allgemeinen 70er-Jahre-Rock, stark von Blues-Rock, aber auch Funk-Elementen durchtränkt. Am ehesten fallen mir zum Vergleich Deep Purple, aber auch die Allman
Brothers mit ihrem lockeren Drive ein. Vielleicht ist es aber auch die Kombination von Hammond-Orgel und Gitarre, die diese Assoziationen weckt. Außerdem machen die Musiker auch Ausflüge
Richtung Latin-Rock (Green Skies) oder Pink Floyd (We were at the Moon before you were at the Moon ;O).
Naturgemäß liegt die Stärke von Jam-Sessions bei längeren Instrumentalstücken. Und die Doppel-LP ist auch erfreulicherweise voll davon.
Dass die Aufnahmen, die immerhin aus den Jahren 1994-2001 stammen, einen relativ homogenen Sound aufweisen, liegt sicher auch daran, dass der ganz überwiegende Teil der Stücke aus Sessions der Jahre 1998/99 stammt. Entstehungsort aller Aufnahmen ist ein ehemaliger Hühnerstall im Odenwald (Mr. Seltsams Weschnitzmühle...), der auch auf dem Cover der Do-LP in spacig verfremdeter Umgebung abgebildet ist.
Fazit: Man spürt, dass hier nichts gekünstelt ist, dass die Musiker viel Spaß am gemeinsamen, organischen Spiel hatten. Und dieser Spaß überträgt sich einfach auf den Hörer"
Hier ein Auszug aus dem zweiseitigen Artikel von Frank Gingeleit veröffentlicht in der Moonhead-Print-Ausgabe 03/05 (HIER DRAUFKLICKEN UM DEN ARTIKEL KOMPLETT ZU LESEN!):"Keinen „Weltraummüll“, wie die Übersetzung des Bandnamens nahe legen mag, sondern feingewogenen Sternenstaub bietet Space Debris, ein Bandprojekt aus dem tiefsten Odenwald, wo nachts, wenn keiner hinsieht, ferne Planeten die Baumkronen berühren und ihren außerirdischen Zauber zurücklassen. ... (...)Space Debris ist nichts weniger gelungen als die Essenz des Krautrock. (...)Space Debris ist gleichsam das fehlende Bindeglied zwischen dem „genuinen“ Krautrock der Sechziger und Siebziger und der internationalen Musik dieser Zeit, von der die meisten der damaligen deutschen Rockbands ein Teil werden wollten. (...)In der Rockmusik war es die Band Lake, die von etwa 1980 an bewies, dass deutsche Popmusiker fraglos mit internationalen Standards mithalten konnten, und dies war auch das definitive Ende des Krautrock in seiner ursprünglichen Bedeutung. Seit kurzem versuchen eine Reihe deutscher Bands erneut den „Kraut“-Nimbus anzunehmen, und ihre Ergebnisse sind, in einigen Fällen sogar charmante, Beispiele musikalischer Unfähigkeit, darin in vielem dem ursprünglichen Krautrock nicht unähnlich. In dieser Situation tauchten Space Debris mit ihrer selbstproduzierten Doppel-LP auf, extraschweres Vinyl mit Zwei-, Drei- und Vierspuraufnahmen in überragender Soundqualität, die aus Elementen und Versatzstücken von Pink Floyd, Deep Purple, Santana, den Allman Brothers und vielen mehr zusammengesetzt scheinen (tatsächlich handelt es sich um Jam-Sessions im Proberaum), und gleichzeitig völlig verschieden und individuell klingen. Sie hören sich wie keine der deutschen Bands der Siebziger an und präsentieren dennoch zweifelsfrei Krautrock – ein ebenso sensationelles wie rätselhaftes Wunder, denn keiner dieser Weltklassemusiker war je zuvor nennenswert in Erscheinung getreten. (...) Zusammen zelebrieren sie wahre musikalische Erzählorgien im Vokabular der Sechziger und Siebziger, das sie perfekt beherrschen und ebenso locker wie konzentriert einsetzen. Dabei gelingt ihnen gleichzeitig das Kunststück nicht „retro“ zu klingen oder die Vergangenheit verklärend zu beschwören wie es viele tun, die auf der aktuellen Retro- Mainstream-Welle schwimmen. Es ist Musik von heutigen jungen Musikern, die bei neugierigen jungen Ersthörern grenzenlose Bewunderung auslösen kann, aber auch den älteren Zeitgenossen des ursprünglichen Siebziger-Rocks das alte und von vielen lange vermisste „Kribbeln“ zurückbringt. Und der Clou zum Schluss: Wenn man sich dann ganz sicher zu sein glaubt, welcher der alten Platten der Space-Debris-Sound am nächsten kommt und sie auflegt... klingen Space Debris anders - und besser. (...) Jenen, die sich fragen, ob ein klassifizierter, kategorisierter und in sich abgeschlossener Kanon von LPs aus den Sechzigern und Siebzigern alles gewesen sein soll, was vom Griff nach den musikalischen Sternen aus der Wüste eines vom Faschismus befreiten, aber dennoch von Täter-Vätern beherrschten Landes übrig bleibt, wird beim Hören dieser „Krautrock-Sessions“ schnell klar, dass der Krautrock nach 35 Jahren endlich zu sich selbst gefunden hat. Hier wurde er gleichsam dadurch befreit, dass er in freien Assoziationen aus Sounds und Songstrukturen „durchgearbeitet“ (um Freuds Begriffe zu verwenden) und damit neu erfunden wurde. Manchmal muss man tatsächlich sehr weit zurückgehen, um zu einem Neuanfang zu kommen. Von hier aus kann es weitergehen mit Rockmusik aus Deutschland, die auch international wahrgenommen und geschätzt wird.
Hier der Kommentar von
"eclipsed musik magazin "
zu unserem Samplerbeitrag "Green Skies" (8.20 Min.):"Die ersten Sekunden versprechen nicht zu viel: Orgel und Gitarre legen mächtig los. Das bleibt während des gesamten Tracks so. Das deutsche Projekt SPACE DEBRIS zeigt in dieser Jamsession trotz aller Improvisation ein ausgesprochenes Gefühl für Melodienführung. Und wer es schafft, nicht nur Gitarren und Orgeln sondern auch auf die Drums zu achten, der wird die filigranen Rhythmen bemerken". Und weiter in der Plattenkritik im Eclipsed-Magazin Oktober/04 heißt es: "...was der Titel nicht zu vermitteln vermag, ist die erstaunliche Qualität der Musik...fünf weitere Longtracks zeigen wunderbar rockige Sessions, in denen sich E-Gitarre und Hammond-Orgel duellieren, vorwärtsgetrieben v. Bass und Drums. Und denoch sind sie meilenweit davon entfernt, einfach nur selbstverliebt und ziellos vor sich hin zu spiele. Die musikalischen Themen sind trotz fehlender Absprachen aufeinander abgestimmt und entwickeln sich spontan weiter, gespickt mit wunderschönen Hooklines und kleinen Kabinettstückchen" (Bernd Sievers)
Hier der Kommentar von Jerry Aural Innovations /USA: "Other than the Amon Düül and Can analogies other reviewers have compared them to Santana, Allman Brothers and early Deep Purple, though to my ears it's a gorgeously psychedelic and proggy take on those bands. If you like early 70's jamming prog-psych in general you'll love this. Man, that organ sounds beautiful!!!" ![]() Der amerikanische mailorder "fusetron " beschreibt unsere Platte folgendermaßen : "Double LP worth of truly amazing KRAUTADELICS jam sessions recorded with various musicians between 1994 and 2001, in best of the early 70s AMON DUUL, CAN and other Krautrock heros tradition. Each side carries 3 tracks, so manylong tracks and psychedelic journeys present here! Long guitar journeys accompanied by effect and hammonds."
Hier der Review von Moonhead
: "Überraschungen
gibt es immer wieder, diese Doppel-LP
ist eine der ganz grossen. Space-, Psych- & Krautrock Jams , die besten die ich in der letztenZeit gehört habe. Woodstock, Pink Floyd, Santana, Hawkwind, Deep Purple... Als nächstes Projekt will die Band eine Zeitmachine bauen - um auch mal vor echten Hippies spielen zu können. Einfach nur genial. Ein MUSS!! für jeden Fan der Woodstock Ära." Im Moonhead Magazin lautet es dann zu unserem Stück "Daydream": "Nun glaubt man tatsächlich einer Session der frühen Pink Floyd oder Deep Purple oder Grobschnitt zu lauschen. Soundqualität und Musik ergeben eine scheinbar wiederentdeckte Perle aus dem Jahr 1969...wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich sagen irgendwer in meiner Wohnung hat sich was zu Rauchen angesteckt.Eine Platte, die auf Vinyl erscheinen muß!..."
Review by Phil Jackson for "Acid Dragon :
"From the opening bars of ‘Long Distance Voyager’ it is very evident that this music is rooted in early seventies improvisational space rock- wah wah guitar, cowbell, organ, memorable riffing over a solid rhythm section (impressive drumming by producer Christian Jager) and to top it all some frenzied guitar soloing amidst swirling Hammond. Focus at full throttle came to mind. Tom Kunkel’s organ plays a prominent part in ‘Green Skies’ and that allied to the guitar blasts and Christian’s hand percussion reminded me of Brian Auger’s Oblivion Express at their most expansive (‘Closer To It’ era). ‘We Were at the Moon Before you Were at the Moon’ starts off like between manic early Pink Floyd and Keith Emerson’s Nice, a phenomenal 10 minute workout that never fails to hold the attention through many intriguing and invigorating twists and turns. This is followed by the shortest number on the album ‘Lorna’s Vibrator’ (the ‘long’ version two tracks later isn’t actually much longer but has some fine Focus styled vocalisation) ‘Nuff & Nunner’ is another dynamic rhythmic piece with more excellent musicianship. ‘Phobos Was Here’ is perhaps the most intriguing track- almost atonal and counterpointal in its free form fusion jazz- the guitar soloing is stunning. I thought of Brand X here. ‘Big Baby’s Birthday’ is a pleasant surprise, a blues with Tom Kunkel on vocals, some electric piano, brooding organ chords and a rich and evocative atmosphere. Bass guitarist Thomas Schutz gets a chance to get up and down the fretboard here. The guitar playing as usual is expressive and emotionally charged. I think you can guess I’m enjoying this! And there’s more to come- a breakneck speed blues ‘Gaspra 951’ flows like a supercharged John Mayall’s Bluesbreakers.. The reflective ‘Daydream’ is further evidence that Space Debris owe as much to early progressive blues as to Krautrock. Another astronomical reference ‘Miranda’ finishes the set off with vocals reminiscent of late 60s UK blues rock outfits with solos taken on cue- it sums up so much of that era in less than 3 minutes! Top quality music- an authentic time travelling trip, this is one LP I’ll be returning to real soon!"
an ebay-seller "ingridstar" from USA wrote this nice words to describe us (found 26th April 2004)"
:"SPACE DEBRIS
"Krautrock Sessions 1994-2001" 2002 Gatefold Double LP....SPACE DEBRIS emanate from Germany and this
album chronicles a number of their jams from the above stated years. Utilizing a basic guitar/bass/drums format augmented
by percussion/congas/hammond organ/loops and other noises, SPACE DEBRIS lay down 12 monstrous and long
space/psych Krautrock journeys spiced with a dash of Prog. All are well played trippy excursions into dimensions first
explored by Amon Duul II, Santana and Zappa. The gatefold artwork on this LP is XLNT. It includes photos of the band
in session + live, as well as a wraparound cover that takes you from a luminous Black Forest woodshed into the deeps of
space!..."
Hier ein anderer Kommentar eines Ebay-Verkäufers zu unserer 1. DLP
: "...der Sound kommt direkt aus den
frühen 70ern. ...7 bis 16-minütige
ausgedehnte Improvisations-Trips zwischen Psychedelic-, Space- und Progressive-Rock, mit starkem
Krautrock-Einschlag.
Hammond Orgel und Gitarre wechseln in der Lead-Funktion, teilweise effektverstärkt.
Inclusive leiser filigraner Passagen,
die an frühe Pink Floyd erinnern. Manchmal auch härter, leicht heavy.
Wer ausgearbeitete kompakte Songs bevorzugt:
Finger weg; wer lange hippie-eske Instrumentaljams (nur 3x Gesang) liebt: This is for you. ...
Auf Privatlabel, sehr saubere schwere Pressung, im Klappcover."
(von Detlev von Duhn ehemals Soundhouse)
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